Linz - Der 49-jährige Autor Ferdinand Schmatz wurde am Dienstag im Stifterhaus in Linz für seinen Roman "Portierisch" mit dem "Buch.Preis 2002" ausgezeichnet. Der von der Arbeiterkammer Oberösterreich und dem Brucknerhaus Linz gestiftete Preis wurde heuer zum vierten Mal verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert. Einer Handlung im klassischen Sinn folge "Portierisch" nicht, eher einer "Reihung eng miteinander verknüpfter Assoziationen und Gedankengänge" hieß es in der Presseaussendung. Mit Witz und Selbstironie zeichne Schmatz, der in Korneuburg geboren wurde und in Wien lebt, ein Milieu, "das sich selbst genügt, als gäbe es kein außen, als wäre im letzten Jahrhundert nichts wirklich Erwähnenswertes passiert". "Portierisch" ist eine zwischen Roman, Erzählung und Reflexion angesiedelte Aufzeichnung, die einen klar umrissenen sozialen und geographischen Raum zum Thema hat: Ein abgeschiedenes Tal in den steirischen Bergen, samt seiner Bewohner, die im Wirkungskreis des im Tal herrschenden Gutsherrn "Zup" leben und um dieses Leben ringen. (APA)