Nach Eichborn-Programmchef Wolfgang Ferchl verlässt mit Walter Moers ("Das Kleine Arschloch") auch einer der Hausautoren und Miteigentümer den Frankfurter Verlag. Eichborn-Vorstand Matthias Kierzek nannte Moers' Wechsel zum Münchner Piper Verlag am Mittwoch in Frankfurt "einen herben, schmerzlichen Verlust".

Bereits Moers' nächstes Buch soll statt wie geplant bei Eichborn schon bei Piper erscheinen. Der Zeichner und Schriftsteller Moers hält zehn Prozent der Eichborn-Aktien. Er gilt als eine Säule des Verlags.

Pressechefin geht

Außerdem verlässt Pressechefin Susanne Klein den Eichborn Verlag. Sie wechselt zum 1. März 2003 als Leiterin der Pressestelle zur Verlagsgruppe Droemer Knaur nach München. Ferchl geht zum 1. April als Verlagsleiter zu Piper, Malik und Kabel. Er hatte bei Eichborn fristlos gekündigt. Als Grund nannte er am Mittwoch, eine "vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Organen der Eichborn AG" sei nicht mehr gewährleistet.

Der Eichborn Konzern, zu dem auch Tochterfirmen in den Sparten Karriereberatung und Filmproduktion gehören, hatte das dritte Quartal mit einem Minus von 2,476 Millionen Euro abgeschlossen. Der Konzernumsatz war um gut 20 Prozent zurückgegangen. Auch für das Gesamtjahr prognostizierte das börsennotierte Unternehmen einen Verlust. Als Konsequenz sollen alle Beteiligungen außerhalb des reinen Verlagsgeschäfts abgestoßen werden. (APA/dpa)