17 innovative, kreative Projekte wurden gestern, Mittwoch, Abend im Wiener Museumsquartier beim Abschlussevent des Wettbewerbs "Creative Industries Vienna 2002" des Wiener Wirtschaftsförderungsfonds ausgezeichnet. Der erste Preis ging an die Vienna Symphonic Library GmbH (VSL) für ein "Orchestrator" genanntes computergestützes Tool zur Kreation symphonischer Musik. Platz zwei errang die Photoglas GmbH für die Entwicklung der Photoglas-Technologie, Platz drei die Büchler, Höbart, Hugelmann GmbH für ein "Folien"-Schachbrett, mit dem man über online-Communities "Fernschachpartien" spielen kann. DVD mit Internetanbindung Für "Light Glass", ein weiteres Verfahren in der farbigen Glasanwendung im Bauwesen, wurde Linda Czapka prämiert, für die Entwicklung großer "Licht-Schnee-Eis-Skulpturen" zur Verbesserung der Raumqualität z.B. in Hotelhallen die Iris Licht GmbH. Die Raphael Barth Filmproduktionen wurden für eine "Indiecam" ausgezeichnet, die die Bereiche Filmaufzeichnung, Bearbeitung und Reproduktion in einem Gerät vereinen soll. Die Cine Cartoon Filmproduktionen GmbH für eine DVD mit Internetanbindung, die Kindern auf fantasievolle, unterhaltsame Musik klassische Musik nahe bringen soll. Für die Entwicklung der Übertragung von Sound, Bild und bald auch Video auf dem Handy mittels MMS und UMTS wurden Sysis Interactive Solutions prämiert, für ein Archivierungssystem großer Audioarchivbestände die NOA Audio Solutions Vertriebs GmbH. Ican Internet Services entwickelten eine Spieleplattform für Multiplayergames für Interactive TV, Wootsoft Online Entertainment ein Online- Mulitplayergame für Tausende Spieler. Benutzerschnittstelle Die UMA Information Technology AG reichte eine Benutzerschnittstelle auf Mobile Devices (UMTS, WLAN) und im Internet ein, die ermöglicht durch dreidimensionale Darstellungen von Wiener Stadtteilen und Gebäuden zu navigieren und u.a. auch Buchungen vorzunehmen. Planhaus-Pöllerbauer-Tertscheu entwickelten eine Internetplattform, die das Finden und Kreieren maßgeschneiderter Wohnumgebungen für Wohnungssuchende ermöglichen soll. "Klangliege" Eine preiswürdige Branchen-Software für Kulturinstitionen haben NIWA - Web Solutions Niederacher & Wahler einreicht. Die Imagination Computer Services wurden für ihre "3deSoundBox", einen dreidimensionalen digitalen Mehrkanal-Ton zur Erzeugung interaktiver Klangräume prämiert; Leonhard Leeb für den "Soundformer", eine Art Biofeedbacksystem für Blechbläser. Und das Forschungsinstitut für auditives Gestalten für eine "Klangliege", die Tiefenentspannung gewährleisten soll. Die Verleihung der Preise nahm Vizebürgermeister Sepp Rieder gemeinsam mit dem Präsidenten der Wiener Wirtschaftskammer, Walter Nettig, und dem Grünen-Klubobmann Christoph Chorherr vor. Die Gesamtsumme der Preisgelder beträgt 1,5 Mio. Euro. Die besten Projekte erhalten je 250.000 Euro an Zuschüssen, die drei Erstgereihten zusätzliche Preisgelder in der Höhe von 15.000, 10.000 und 5.000 Euro. Ziel des Wettbewerbs war, das wirtschaftliche Potenzial Wiener Unternehmen im Kultursektor anzusprechen. Insgesamt wurden 109 Projekte eingereicht. Durch die Realisierung aller eingereichten Projekte können Gesamtinvestitionen von knapp 44 Mio. Euro ausgelöst werden.(APA)