Vaduz/Bregenz - Die Aula des Liechtensteinischen Gymnasiums in Vaduz erinnerte am Freitag Abend an eine internationale ökumenische Begegnung. Grund war die Verleihung des mit 50.000 Franken (32.899 Euro) dotierten Großen Binding-Preises für Natur- und Umweltschutz an den Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. von Konstantinopel, der in Begleitung zahlreicher orthodoxer Würdenträger gekommen war.

Nach dem Willen der Stifter Sophie und Dr. Karl Binding wurden in Vaduz zum 17. Mal die Binding-Preise für Natur- und Umweltschutz verliehen. Stiftung und Kuratorium würdigten mit dem Großen Preis den höchsten Würdenträger des orthodoxen Glaubens, "weil er sich weltweit für die Schöpfung einsetzt und Natur und Landschaften nach Kräften schützen und erhalten will". Patriarch Bartholomaios unterstreiche das mit zahlreichen Aktivitäten, "wobei ihm vor allem die intakte Erhaltung der Meere und Flüsse ein besonderes Anliegen ist".

Weitere Preise

Neben dem Großen Preis wurden drei weitere Binding-Preise zu je 10.000 Franken vergeben. Ein Preis ging an das Donau-Karpaten-Programm des WWF-International mit Hauptsitz in Wien. WWF-International wirke in Südosteuropa mit fünf Modellprojekten "beispielgebend transnational" entlang der Donau im Karpatenbogen, wurde die Auszeichnung begründet.

Binding-Preisträgerin wurde auch Eva Pongratz aus Grafenau im Bayerischen Wald in Würdigung ihres beispielhaften Einsatzes für den großflächigen Naturschutz in Europa. Sie ist Direktorin der Föderation Europäischer Natur- und Nationalparke und Redakteurin des einzigen deutschsprachigen Magazins "Nationalpark", das sich großflächigen Schutzgebieten widmet.

Der dritte Binding-Preis wurde dem Graubündner Bergwaldprojekt in Trin zuerkannt. Das Projekt setze sich mit Sachkenntnis für den Bergwald ein und vermittle Spaß, Erlebnis und Leidenschaft. "Dieses Projekt wird damit zum wertvollen Botschafter für den Bergwald", lobte Kuratoriums-Geschäftsführer Mario F. Broggi. (APA)