Wien - Die heimischen Energieunternehmen fordern, dass die aus der Förderung von Ökostrom entstehenden Mehrkosten nicht alleine ihnen angelastet werden. "Kosten, die heute und in Zukunft aus dem gemeinsamen Bekenntnis zu nachhaltiger Entwicklung entstehen, müssen auch von allen gemeinsam getragen werden," betonte der Präsident des Verbandes Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ), Michael Pistauer, am Freitag.

Pistauer reagierte damit auf die heute von E-Control-Geschäftsführer Walter Boltz vorgetragene Kritik an den von EVN und VKW angekündigten Strompreiserhöhungen für 2003. Boltz zeigte sich dabei verwundert, dass diese Erhöhungen "unter dem Deckmantel des Ökostromgesetzes" durchgeführt werden sollen, da den Kosten des kommenden Ökostromgesetzes auch die bisherigen Kosten aus den Kleinwasserkraftwerkszertifikaten gegenzurechnen seien.

Kostendruck

Pistauer entgegnet, dass die Belastungen aus der Erhöhung der Energiepreise, die über den internationalen Markt kommen, gemeinsam mit den Kosten aus dem neuen Ökostromgesetz von den Energieunternehmen nicht mehr aufgefangen werden könnten.

Die Liberalisierung des österreichischen Strommarktes habe den Kunden bereits große Einsparungen gebracht. Ein Appell des Regulators an die heimischen Energieversorger zum Wohle der Stromkunden sei daher nicht nötig. "Wesentliches Ziel der österreichischen Energieversorger ist, ihre Kunden mit kostengünstiger Energie zu versorgen und - wie unsere neuesten Marktstudien zeigen -, wissen dies die Kunden auch zu schätzen", so Pistauer. (APA)