Zunächst wurde E-Mail als Allheilmittel gehypet, anschließend verdammt. Nicht zuletzt aufgrund angeblicher Überflutung von Arbeitskräften mit elektronischen Nachrichten sei es übelbringend, hieß es oft. Jetzt hat wieder eine amerikanische Studie die realen Erfahrungen der "work emailers" zu erheben versucht. Im Ergebnis findet sich keine Bestätigung einer überbordenden Mail-Flut.

Kein Problem

Dem Pew Research Center zu Folge haben 62 Prozent der amerikanischen Arbeitnehmer Internetzugang, wovon fast alle (98 Prozent) E-Mail in ihrem Job einsetzen. Folglich gäbe es in den USA 57 Mio. "work emailers". Im Gegensatz zur oft vertretenen Meinung, die Menschen in den Unternehmen würden von einer unkontrollierbaren Menge an E-Mails überflutet, sagt die große Mehrheit in dieser Studie, dass sie ihr E-Mail-Aufkommen durchaus managen könne. Nur ein moderater Anteil eines typischen Arbeitstages würde für das Lesen und Schreiben von elektronischen Nachrichten aufgewendet. Darin enthalten sind auch jene Mails, die ein Ersatz für Telefon, Fax oder Post sind.

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Die Hälfte der Befragten gab an, dass sich ihr E-Mail-Volumen im letzten Jahr erhöht habe, während es für die andere Hälfte gleich geblieben ist. Überhaupt nur sechs Prozent erhalten mehr als 50 E-Mails pro Tag. Auch der Inhalt der Nachrichten ist für die Studienteilnehmer durchaus job-relevant. 71 Prozent gaben an, dass nur ein kleiner Teil der eingehenden Mails aus unerwünschten Werbezusendungen bestünde.

Tauglich?

Sogar 75 Prozent meinten, nur ein kleiner Teil sei persönlicher Natur. Nach Ansicht der professionellen Nutzer eignet sich die elektronische Post gut für die Mitteilung von Fakten, die Bearbeitung von Dokumenten und das Vereinbaren von Terminen. Bei Problemen am Arbeitsplatz und anderen sensiblen Themenbereichen sehen aber nur sechs Prozent darin ein taugliches Kommunikationsmittel, hier wird eindeutig der persönlichen Kontaktaufnahme der Vorzug gegeben.(pte)