Die Deutsche Telekom sucht für ihre Systemhaus-Sparte T-Systems International einen neuen Chef. Derzeit werde ein Nachfolger für den erkrankten T-Systems-Chef Christian Hufnagl gesucht, sagte Telekom-Vorstandsmitglied Josef Brauner am Dienstag in Bonn. "Wir haben gemeinsam mit Hufnagl beschlossen, einen Nachfolger für ihn zu suchen", sagte Brauner. Der seit der Übernahme von Debis Systemhaus Ende 2000 amtierende Hufnagl werde dem Unternehmen jedoch noch zwei bis drei Jahre erhalten bleiben. Mobilfunk, Festnetz, Internet und Systemhaus Kai-Uwe Ricke, seit gut vier Wochen amtierender Telekom-Chef, hatte nach seiner Berufung den Konzernvorstand umgebaut. Dabei war Hufnagl nicht in das Führungsgremien berufen worden, obwohl nach Rickes Willen alle vier Konzernsparten Mobilfunk, Festnetz, Internet und Systemhaus mit einem Vertreter im Konzernvorstand präsent sein sollen. "Ich gehe davon aus, dass es Gespräche gegeben hat und gibt." Mit Blick auf die Nachfolger-Suche sagte Brauner: "Ich gehe davon aus, dass es Gespräche gegeben hat und gibt." Über die Berufung eines T-Systems-Vertreters in den Konzernvorstand machte Brauner keine näheren Angaben. Als einziger Spartenchef war Hufnagl nicht in das Führungsgremium berufen worden, was in Unternehmenskreisen mit der bevorstehenden Ablösung des Managers erklärt worden war. Die von Hufnagl geleitete Systemhaussparte wird derzeit im Konzernvorstand kommissarisch von Brauner mitbetraut, der für das deutsche und internationale Festnetzgeschäft verantwortlich ist. (Reuters)