Wien - Die Leiche des ermordeten zwölfjährigen Thomas K. blieb am Mittwoch weiter verschwunden. Die Polizei ging davon aus, dass die 100 WEGA-Beamten, die den Müll in der Verbrennungsanlage Flötzersteig durchkämmt hatten, die sterblichen Überreste des Buben auf jeden Fall entdeckt hätten. Eine neue Vermutung, wo sich die Leiche befinden könnte, hat die Exekutive nicht. "Das wäre reine Spekulation", so Dr. Ernst Geiger, Leiter der Kriminaldirektion 1. Der Verdächtige sollte im Laufe des Tages noch einmal einvernommen werden. Die Aussage, dass er den Buben getötet haben soll, um einen sexuellen Missbrauch zu vertuschen, hat B. bisher nicht revidiert. Hinweise auf weitere Straftaten des Verdächtigen trafen bis Mittwoch nicht bei der Kriminaldirektion 1 ein. Die Ermittler im Fall Thomas K. suchen weiter nach Zeugen und möglichen weiteren Missbrauchsopfern des Tatverdächtigen Jürgen B. Hinweise werden an die Wiener Kriminaldirektion 1 (Tel.: 01/313-46/36-140 DW Gruppe Unger oder 37-072 DW Journaldienst) erbeten. (APA)