Wien - Die FPÖ sei "in Sachgespräche mit der österreichischen Volkspartei eingetreten", betonte FPÖ-Chef und Sozialminister Herbert Haupt Mittwoch Abend in einem "ZiB 2"-Interview. Es gebe vier große Arbeitskreise, die derzeit Themen austauschen und oberflächlich diskutieren würden. Hier lägen viele Positionen sehr eng und manche sehr weit auseinander. Die Ergebnisse dieser Gespräche seien dann unter Hinzuziehung von Experten in weiteren Gesprächen zu vertiefen. Haupt betonte daher: "Die Gerüchte über Geheimgespräche sind haltlos", die Gespräche fänden so wie vereinbart statt. In Richtung des Tiroler Landeshauptmannes Herwig Van Staa, der sich gegen eine Koalition mit der FPÖ ausgesprochen hatte, sagte Haupt, er halte es für müßig, wenn ein Landeshauptmann dem anderen über die Medien ausrichte, dass die Stellung des einen Landeshauptmannes anders zu bewerten sei als die eines anderen. Einmal mehr erinnerte Haupt an die klare Absage des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider (F), sich künftig bundespolitisch zu betätigen. Auf ein Einschwenken der FPÖ auf die EU-Linie der ÖVP wollte sich Haupt allerdings Mittwoch Abend nicht festlegen lassen, wenngleich er Begriffe wie Veto oder Vetokarte dezidiert nicht in den Mund nahm. Haupt betonte, Infrastrukturminister Mathias Reichhold (F) sei bei der Vertretung der Interessen der Österreicher in Sachen Transit hart geblieben. Die Freiheitlichen säßen in der Bundesregierung und die Regierung stünde hinter den Beschlüssen von Laeken. Auch die EU werde einsehen müssen, dass diese Beschlüsse umzusetzen seien. Und von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel erwarte er sich ebenfalls, dass er hinter den Beschlüssen von Laeken stehe. (APA)