Die Wiener Software- und Consultingfirma Symena – ein Spin-off der Technischen Universität Wien – hat eine Optimierungssoftware zum Aufbau von UMTS-Netzen entwickelt. Damit können nach Angaben der Entwickler bis zu 30 Prozent der ursprünglich benötigten Basisstationen eingespart und die Datenraten gesteigert werden. "Für einen typischen UMTS-Netzbetreiber können durch den Einsatz der Software die jährlichen Betriebskosten um mindestens fünf Mio. Euro gesenkt werden", sagt Symena-Mitbegründer Thomas Neubauer. Intelligente Antennen Für den UMTS-Vollausbau müsste es gegenüber den bestehenden GSM-Netzen eine Verdopplung der Antennen-Basisstandorte geben. "Die Akquisition entsprechender Standorte wird jedoch zunehmend schwieriger und teurer", sagt Neubauer. Intelligente Antennen stellten daher eine Schlüsseltechnologie der nächsten Jahre dar: "Konventionelle Antennen, wie sie bei GSM verwendet werden, senden Signale in sämtliche Richtungen, intelligente Antennen jedoch nur dorthin, wo die Leistung gerade benötigt wird." Dadurch würde das Funkspektrum effizienter genutzt und die Störungen im Umfeld seien wesentlich weniger. Indem gleichzeitig eine Reihe von Paramentern an den Handymasten besser eingestellt werden, können dadurch die Ressourcen besser genutzt werden, erklärt der Wissenschaftler. Symena beschäftigt derzeit zehn Mitarbeiter und will im kommenden Jahr einen Umsatz von 500.000 Euro erzielen. Die Entwicklung der UMTS-Optimierungssoftware wurde durch die i2-Business Angels der Innovationsagentur unterstützt, die Unternehmen mit Investoren zusammenschließen. Als Investor trat der Herzchirurg Prof. Michael Havel auf, der sich mit 400.000 Euro an dem Wiener Unternehmen als Gesellschafter "eingemietet hat." (pte)