Mitten in der Medienkrise hat sich die Redaktion der Fachzeitschrift "Cut" entschlossen, den alle zwei Monate erscheinenden Titel ab Jänner in eigener Regie fortzuführen. Man habe ihn dem Fachverlag Oberauer ("Der österreichische Journalist") abgekauft und eine GmbH gegründet, sagte Chefredakteur Florian Schwinn (Frankfurt/Main) am Donnerstag. Der Salzburger Verleger Johann Oberauer (Salzburg) begründete den Ausstieg damit, dass der Fachverlag in diesem Jahr in Deutschland und Österreich zahlreiche neue Projekte für die Printmedien ("Medizinjournalist", "Agrarjournalist") gestartet habe.

Gegenläufig zum Branchentrend wolle der Verlag seine Online-Aktivitäten verdoppeln. Bis März 2003 werde angestrebt, große Teile im Internet kostenpflichtig zu machen. Oberauer wird weiterhin für den Vertrieb von "Cut" zuständig sein.

"Cut" besteht seit fünf Jahren, wendet sich an die Hörfunk-, Fernseh- und Filmbranche und erreicht eigenen Angaben zufolge bei einer Auflage von 4.000 Exemplaren 20.000 Leser. Die Zeitschrift schreibt nach Worten Schwinns derzeit eine "schwarze Null". Die "Cut"-Redakteure sind nicht fest angestellt und arbeiten auch an anderen Stellen in der Branche. (APA/dpa)