Wien - Nach dem Beschluss über eine Drosselung der Fördermenge durch die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist am Donnerstag der Ölpreis deutlich gestiegen. Rohöl der Sorte Brent zur Lieferung im Jänner notierte gegen 17.30 Uhr MEZ an der International Petroleum Exchange (IPE) um 0,45 US-Dollar (0,443 Euro) fester bei 26,70 Dollar/Barrel. Dass der "Doppelbeschluss" der OPEC aber eine längerfristige eine Wirkung auf die Ölmärkte entfalten wird, halten Beobachter aber für unsicher, denn: Die aktuelle Überversorgung der Märkte wird nur aufhören, und der Ölpreis wird nur dann steigen, wenn die Mitglieder Quotendisziplin zeigen. Londoner Händler sagten, sollte sich das neue Fördermengenabkommen als nicht wirksam erweisen, würde dies zu deutlichen Preisabschlägen führen. Der Markt werde sehr sorgfältig auf den Wortlaut - und auch den Geist - der Vereinbarung achten. Allerdings überwiege die Skepsis, dass die Vereinbarung von den Staaten - wie häufig in der Vergangenheit - nicht eingehalten wird. Bei einer schwachen Vereinbarung sei sogar eine Verkaufswelle denkbar, so ein Broker, denn im Markt sei eine klare Senkung der Fördermengen eingepreist. (APA/vwd)