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Die Geburtskirche in Bethlehem.

Foto: REUTERS/Goran Tomasevic
Jerusalem - Ein israelischer Militärsprecher hat einen Rückzug aus Bethlehem vor Weihnachten ausgeschlossen. Derartige Pläne gebe es nicht, sagte der namentlich nicht genannte Offizier am Freitag im israelischen Rundfunk. Angesichts der andauernden Bedrohung durch Attentate sei dies nicht möglich, wird der Sprecher zitiert. Vom israelischen Militär verhängte Einschränkungen für die Bevölkerung, wie etwa das Ausgehverbot, würden jedoch nach Möglichkeit reduziert. Damit reagierte der Militärsprecher auf Aussagen von Staatspräsident Moshe Katzav. Dieser hatte bei seinem Gespräch mit Papst Johannes Paul II. am Donnerstag im Vatikan versichert, Israels Armee werde alles in ihrer Macht stehende tun, um christlichen Pilgern die Teilnahme am Weihnachtsfest in Bethlehem zu ermöglichen. Katzav versprach, die Streitkräfte würden in der Weihnachtszeit außerhalb von Bethlehem postiert, sofern es keine aktuellen Terrorwarnungen gebe. Die israelische Regierung will Palästinenserpräsident Yasser Arafat auch in diesem Jahr einen Weihnachtsbesuch in Bethlehem verweigern. Ein Regierungsvertreter erklärte in Jerusalem, der Leiter der palästinensischen Autonomieverwaltung dürfe nicht an der Christmette teilnehmen.(APA)