Maputo - Zu einem ungewöhnlichen Einsatz ist die Polizei in Mosambik gerufen wurden: Die Beamten mussten am Donnerstag eine seit drei Tagen andauernde Protestaktion im Parlament beenden. Die Unruhen begannen am Dienstag, als die Oppositionspartei RENAMO fünf ihrer Abgeordneten aus der Partei ausschließen wollte. Die Regierungspartei FRELIMO protestierte dagegen mit der Begründung, der Schritt sei illegal. Eine Abstimmung darüber boykottierte die Opposition unter lautstarkem Protest. Mit Trillerpfeifen und Schlägen auf ihre Tische zwangen die RENAMO-Vertreter den Parlamentspräsidenten Eduardo Mulembue, die Sitzung abzubrechen. Am Donnerstag kam es schließlich zur Abstimmung, und die Mehrheit der Abgeordneten stimmte gegen den Parteiausschluss. Die Opposition stürmte danach das Rednerpult und unterbrach den weiteren Ablauf, bis zwei Stunden später die Polizei eintraf und sie auf ihre Plätze zurückdrängte. Das Verhältnis zwischen RENAMO und FRELIMO, die bis 1992 einen 16 Jahre langen Bürgerkrieg gegeneinander ausfochten, ist nach wie vor angespannt.(APA/AP)