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Foto: REUTERS/Heinz-Peter Bader

Sein Büro in Brüssel zieren Bilder aus allen Teilen Ost-und Südosteuropas. EU-Erweiterungskommissar Günter Verheugen lässt seine Besucher gerne raten, aus welchem Land sie stammen. Der 58-jährige Politiker steht mit dem Gipfel in Kopenhagen im Zenit seiner Karriere. Er wird mittlerweile "Vater der Erweiterung" genannt.

Der Deutsche, der 1982 von der FDP zur SPD wechselte, hat jahrelang an der Verwirklichung des Vereinigungstraums Europas gefeilt und das Vorhaben auf rund
60.000 Vertragsseiten formulieren lassen. Wobei es nicht immer nur um das "große" Geld, sondern stets auch um nationale Fahnenfragen ging, wie zum Beispiel der polnische Wodka geschützt werden kann oder was mit den eingelegten tschechischen Würsten geschieht. Eine Monsterarbeit. Verheugen hat sie gemeistert und dabei nie den europäischen Traum vergessen. (DER STANDARD, Printausgabe, 14./15.12.2002)