Salzburg - Als das Ergebnis jahrelanger Versäumnisse Österreichs in der Transitpolitik bezeichnete die Salzburger SPÖ-Landesparteivorsitzende LHStv. Gabi Burgstaller (S) den "Misserfolg Österreichs" am Kopenhagener EU-Gipfel . "Allein in den letzten zweieinhalb Jahren hatten wir gleich drei Verkehrsminister, die sich des Themas nicht ordentlich angenommen haben", kritisierte Burgstaller. Der letzte Fehler in dieser Entwicklung sei die Annahme der Bundesregierung gewesen, einen historischen EU-Gipfel, bei dem es vor allem um die EU-Erweiterung ging, mit österreichische "Kernthemen" wie Anti-Atompolitik und Transit besetzen zu können. "Jahrelang wurden die Länder - vor allem Tirol, Vorarlberg und Salzburg - mit ihren Transitproblemen von der Bundesregierung alleine gelassen. Und nicht anders sind jetzt auch die Verhandlungsversuche Österreichs auf EU-Ebene ausgegangen", so Burgstaller. "Das wichtigste Ziel muss jetzt sein, dass wir in Österreich unsere Hausaufgaben machen und die Verkehrsanliegen der Länder konsequent einbringen. Erst dann werden wir auf europäischer Ebene wieder eine Verkehrspolitik verankern, die wirklich Probleme lösen kann", meinte die Landesparteivorsitzende. Investitionen in die Infrastruktur "Sollte die ÖVP bereit sein, mit der SPÖ in ernsthafte Regierungsverhandlungen einzutreten, wird das Verkehrskapitel eine wichtiges Thema sein", setzte Burgstaller fort. Sie sehe ihre Rolle im "Sondierungsteam" der SPÖ besonders als Vertreterin der Interessen von Ländern und Gemeinden und werde daher dieser Frage besonderes Augenmerk schenken. Konkret forderte Burgstaller Investitionen in die Infrastruktur, etwa mit dem Ziel, jenen Transitverkehr, der mehr als 300 Kilometer unterwegs ist, auf die Schiene zu verlagern. Weiters sollten die sensiblen alpinen Regionen durch einen Zuschlag auf die LKW-Maut berücksichtigt werden. Dieser Zuschlag sollte der Finanzierung von Umwelt- und Menschenschutz sowie eines besseren Schienenangebots dienen. (APA)