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Aufreger des Jahres

Im Film "Nothing so strange" von Regisseur Brian Flemming stirbt der Microsoft-Chef Bill Gates den - nicht unumstrittenen - Filmtod. Der Streifen wurde am 13. Jänner beim Filmfestival Slamdance in Park City uraufgeführt und erregte die Gemüter. Vor allem die detaillierte Planung des Attentats auf Bill Gates sorgte beim Redmonder Softwarekonzern für Unverständnis. Kritiker unterstellten dem Regisseur, der in seinem Werk in erster Linie Klassenkampf und korrupte Regierungsbehörden zum Thema hat, mit seinem Filmopfer Bill Gates nur eine geschickte Marketing-Kampagne.

Foto: Archiv

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X-Box landete in Europa

Im März schafft es Microsofts Spielekonsole Xbox - mehrere Monate nach dem Start in den USA - auch in Europa in die Läden. Der Verkauf läuft für den Softwareriesen zwar nicht überwältigend, aber zufriedenstellend. Von der anfänglich getätigten Ansage "Wir wollen weltweit die Nummer 1 werden" ist der Konzern jedoch noch ein gutes Stückchen entfernt.

Unterdessen finden sich ganz andere Anwendungen für die Spielekonsole. Auf einer modifizierten XBox lässt sich mittlerweile auch Linux betreiben.

Foto: Archiv

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Neue Produkte

Auch im klassischen Computersektor hat Microsoft eigene Vorstellungen für die Zukunft: Mit einer angepassten und - zum Beispiel um Handschriftenerkennung - erweiterten Windows XP-Version wird Anfang November der Tablet PC zusammen mit namhaften Hardwareherstellern wie Acer, Hewlett-Packard und Fujitsu-Siemens der Öffentlichkeit präsentiert.

Foto: Archiv

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Startprobleme

Weniger erfolgreich verläuft der Einstieg von Microsoft in den Handymarkt: Zuerst springt der Kooperationspartner Sendo in letzter Minute ab, dann bringt zwar Orange das erste "Windows Powered Smartphone" auf den Markt, doch wird dieses in Testberichten verrissen, BenutzerInnen berichten zusätzlich von zahlreichen Problemen, die die Benutzung erheblich einschränken.

Foto: Archiv

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Sieg

Am 1. November endet der jahrelange Kartellrechtsstreit um Microsoft - und dies ganz zur Zufriedenheit des Softwareriesen. Obwohl wettbewerbswidriges Verhalten festgestellt wurde, kommen die Redmonder mit nur geringen Auflagen davon. Analysten sehen in dem Urteil den Anpfiff für eine neue Expansionspolitik.

Foto: APA

Das Jahr der Tauschbörsen

Der Tauschbörsen Pionier Napster ist nun endgültig tot. Trotzdem gab es aber auch im vergangenen Jahr genug Möglichkeiten Musik, Filme und Software gratis herunterzuladen. Ehemaliger Napster Nachfolger Morpheus kann in der Version 2 zwar nicht mehr überzeugen, andere Tauschbörsen haben aber schnell seinen Platz übernommen.

Kazaa und Edonkey können zu den beliebtesten und damit auch zu den Tauschbörsen mit dem größten Angebot gezählt werden. Nichts desto trotz nimmt aber die Anzahl der zahlreiche Konkurrenten dank vieler "Neulinge" ständig zu. Diese Programme – zwar oft mit Spyware verseucht – lehren der Musik- und Filmindustrie also durchaus das Fürchten . Diese gibt den Kampf allerdings noch lange nicht auf und lässt nichts unversucht, um den "Peer to Peer Missbrauch" zu unterbinden. Pech haben dann allerdings oft die "kleinen" UserInnen, so zum Beispiel StudentInnen in den USA.

Das Fazit bleibt aber trotz allem: "Kampf gegen Tauschbörsen ist aussichtslos"

Screenshot: derstandard.at

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Schlagwort des Jahres

UMTS in aller Munde. Milliarden wurden investiert - ebenso viel Geld von so manchem Anbieter auch verloren. Alles in allem hofft die Branche aber noch auf einen finanziellen Erfolg. Dank MMS und Video-Übertragung sollen Paid-Content und neue Fun-Aktivitäten die Budgetlöcher wieder stopfen. Allerdings werden bis zum kommerziellen Erfolg des dritten Mobilfunkgeneration noch viele Bilder durch den Äther gesendet werden müssen.

Foto: Reuters/Christian Charisius

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MMS

SMS bekommt dieses Jahr einen multimedialen Nachfolger: MMS kann Bilder und kleine Videoclips verschicken.

Foto: Archiv

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Überraschung des Jahres

So richtig aufgegeigt hat im September chello: Der oft kritisierte Breitbandprovider verdoppelte klammheimlich die Bandbreite seiner Produkte, was für Freude bei den KundInnen sorgte. Und wer nicht wusste, wie er in den Genuss der neuen Geschwindigkeit kam, dem konnte in den Foren meist geholfen werden. Eine offizielle Ankündigung der Bandbreitenänderung gab es übrigens erst fast zwei Monate später.

Foto: Archiv

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Die Megapleite

Der internationale Provider KPNQWest sorgte für die IT-Pleite 2002, samt Auswirkungen auf den weltweiten Internetverkehr. Die .at-Tochter ging ebenfalls baden, stieg allerdings später als EUNet wieder aus der Asche des Pleitecarriers.

Grafik: Archiv

Der Lampencomputer

Im Jänner 2002 präsentierte Apple den neuen iMac - im schicken Lampen-Design. Im August wurde Mac OS X 10.2 "Jaguar" vorgestellt.

Foto: Apple

Apple UserInnen sind anders

Apple UserInnen sind anders- diese Tatsache wurde auch im vergangenen Jahr unter Beweis gestellt. Tausende Userinnen betätigen sich im "Kampf gegen Microsoft" nicht nur am Computer kreativ und schafften Desktops, Mac-Aquarien oder bauten ihren Apple selbst. Entsprach das tatsächliche Design der Kultrechner nicht den Wünschen der Fans, ist das auch kein Problem. Aber das alles scheint nicht zu reichen, sogar der eigene Körper wird nicht verschont.

Diese Art von UserInnen-Engagement ist natürlich das beste Marketing, aber selbst Apples Werbekampagnen avancieren zum Kult. Diskussionen rund um Ellen Feiss und ihren Drogenkonsum wurden wohl auf der ganzen Welt geführt.

Bild: roberlanborges

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WLAN macht sich breit

Die drahtlosen Funknetzwerke sorgen weltweit für heftige Diskussionen. Einerseits liegen die Vorteile auf der Hand - einfache Installation, geringe Kosten und ein hoher Praxisnutzen, doch andererseits bieten schlecht gesicherte Netzwerke ein enormes Angriffspotential für Hacker. Während einige US-Städte nun riesige Netze einrichten wollen, damit Bewohner und Gäste auf öffentlichen Plätzen kostenlos Internetsurfen können, plant das Pentagon einen umfassenden Richtlinienkatalog der den Betrieb von WLANs landesweit regeln soll. Die neuesten Entwicklungen und das Für und Wider finden Sie im WebStandard-Ressort WLAN.

Foto: Archiv

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Pinguin des Jahres

Ein gutes Jahr war 2002 auch zweifelsohne für die Freunde des Open Source Betriebsystems Linux. Nicht nur, dass zahlreiche öffentliche Verwaltungen den Umstieg auf Linux bekannt gaben, es gab auch jede Menge neuer Software. Einerseits schafften es KDE und GNOME in neue Generationen, andererseits tauchten zahlreiche neue Distributionen in der Welt des Pinguins auf, stellvertretend seien Gentoo und Xandros genannt.

Grafik: Archiv

Office Alternative

Anfang Mai 2002 wurde das kostenlose Office-Programmpaket OpenOffice 1.0 veröffentlicht - ein Meilenstein für die Open-Source Bewegung.

Screenshot: Redaktion

Besser spät als nie...

Nach einer fast vierjährigen Entwicklungszeit geschieht das schon kaum mehr Erwartete: Der Open Source Browser Mozilla 1.0 landete im Juni 2002. Seitdem geht die Entwicklung zügig voran.

Screenshot: Redaktion

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Fake as Fake can

Gefälscht E-Mails sorgen für Schlagzeilen: Vor allem Finanzminister Grasser und Bundespräsident Thomas Klestil hatten es den FälscherInnen angetan. Die Mails sorgten für einige Aufregung, doch schnell war klar, dass es sich dabei nur um Fakes handelte.

Foto: Archiv