Wien - Eine Delegation der Friedensinitiative "Frauen in Schwarz" hat einen an die Bundesregierung gerichteten Appell im Außenministerium hinterlegt. Botschafter Ralph Scheide nahm in Vertretung der Außenministerin die 1.555 Unterschriften entgegen, wie die Friedensinitiative am Dienstag mitteilte.

Druck auf Israel gefordert

In dem Aufruf wird auf die lebensbedrohlichen Auswirkungen der von der israelischen Besatzungsmacht verhängten Ausgangssperren in den besetzten palästinensischen Territorien hingewiesen. Es müsse politischer Druck auf die israelische Regierung ausgeübt werden, "die völkerrechtswidrige Besatzung aufzugeben und den Weg zu friedlichen Lösungen auf dem Verhandlungsweg freizumachen."

"Die Existenz bedrohenden Maßnahmen gegen die palästinensische Bevölkerung, wie Ausgangssperren, kollektive Strafmaßnahmen, Zerstörung von Häusern und vieles mehr widersprechen jedem humanitären und Völkerrecht und müssen sofort eingestellt werden. Denn auch Israel selbst ist mittlerweile von den Auswirkungen dieser intransigenten Politik massiv betroffen", heißt es in dem Appell. Botschafter Scheide verwies nach Angaben der "Frauen in Schwarz" auf die Bemühungen Österreichs und der Europäischen Union, die Einhaltung internationalen Rechts und die Respektierung von UNO-Sicherheitsratsbeschlüssen durch Israel zu erreichen.

Trauer um Opfer

Mit ihrer schwarzen Kleidung wollen die Frauen die Trauer um die Opfer des Konflikts ausdrücken. Sie fordern ein Ende der israelischen Besatzungs- und Abriegelungspolitik und der andauernden israelischen Besiedlung palästinensischen Territoriums, sowie internationalen Schutz für die palästinensische Bevölkerung. (APA)