Wien - Die Wiener Börse bekommt am Freitag mit der Kölner Technologie-Firma Lantec wie geplant ihre erste Hauptnotiz aus Deutschland. Der Börsengang erfolgt zwar, aber nicht über die ursprünglich dafür vorgesehene Emission von bis zu 800.000 neuen Aktien aus einer Erhöhung des Grundkapitals und bis zu 200.000 alten Aktien aus einer Mehrzuteilungsoption (Greenshoe).

Wegen der anhaltend schwierigen Marktbedingungen habe man das geplante Volumen nicht ausplatzieren können, erklärte eine Sprecherin des Schweizer Emissionshauses BlueBull am Mittwoch. Man habe sich daher entschieden, die Kapitalerhöhung auf das erste Vierteljahr 2003 zu verschieben. Ein Listing an der Börse sei dennoch möglich, weil Lantec in der jetzigen Aktionärsstruktur bereits einen Streubesitz (rund 15 Prozent) habe.

Keine Erlöse

Bei dem Börsengang lukriert Lantec somit keine Erlöse: Frisches Kapital für die internationale Expansion fließt dem deutschen Unternehmen vorerst keines zu.

Der Ausgabepreis von 4,5 Euro je Aktie, der für die zur Emission vorgesehenen Aktien pro Stück fixiert war, dürfte dem Markt am Freitag demnach wohl nur als Orientierung dienen. Das Aktienkapital umfasst derzeit insgesamt 7,461 Millionen Stammaktien. Lantec startet im Wiener Auktionsmarkt (Standard Market-Auction). (APA)