Berlin - Deutschland hat im vergangenen Jahr Kriegswaffen im Wert von 367,3 Millionen Euro exportiert. Gegenüber dem Jahr 2000 ist dies ein Rückgang von 46 Prozent, wie aus dem am Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedeten Rüstungsexportbericht der Bundesregierung hervorgeht. Das Verhältnis der Rüstungsexporte an den gesamten deutschen Ausfuhren betrug demnach 0,06 Prozent. Wichtigste Abnehmer waren Südkorea, die USA, Griechenland, Italien und die Türkei.

Gleichzeitig mit einem Rückgang der erfolgten Exporte schnellte aber der Wert der 2001 genehmigten Ausfuhren nach oben. Er lag bei Anträgen einzelner Hersteller bei 3,69 Milliarden Euro nach 2,85 Milliarden Euro im Vorjahr. Wie es in dem vom Bundeswirtschaftsministerium erstellten Bericht heißt, lag der Zuwachs vor allem an der im vergangenen Jahr erfolgten Genehmigung einer U-Boot-Lieferung nach Südkorea. Ohne diese wäre die Summe demnach auf dem Wert des Vorjahrs geblieben.

Bei so genannten Sammelausfuhrgenehmigungen verdoppelte sich der Wert auf 3,85 Milliarden Euro. Diese Genehmigungen - wie bei dem auch für das Österreichische Bundesheer vorgesehenen Eurofighter - erfolgen im Rahmen von Kooperationsprogrammen zwischen EU-, NATO- und der NATO gleichgestellten Ländern. (APA/AFP)