Wien - Einen Forderungskatalog an eine künftige Regierung hat die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) den Wissenschaftssprechern der Parlamentsparteien übermittelt. Neben bildungspolitischen Anliegen wie Abschaffung der Studiengebühren und Änderungen im Universitätsgesetz (UG) verlangt die ÖH auch Erleichterungen für ausländische Studenten am Arbeitsmarkt und die Wiedereinführung der Studentenfreifahrt. Ihre eigene Rolle will die ÖH gestärkt wissen,

Unter anderem verlangen die Studentenvertreter die Einrichtung einer gemeinsamen Interessenvertretung für alle öffentlichen Bildungseinrichtungen des tertiären Sektors (Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Akademien) und die Einführung des passiven Wahlrechts für ausländische Studierende bei ÖH-Wahlen. In jenen Organen, die künftig die Studienpläne erarbeiten bzw. die Studiendekane wählen, müssten nach den Plänen der ÖH die Studenten mit der Hälfte der Stimmen vertreten sein, in Berufungs- und Habilitationskommissionen mit einem Drittel. Auch in die Wahl der Rektoren will die ÖH eingebunden werden. Diese Punkte sind im UG derzeit nicht vorgesehen.

Zur Qualitätssicherung in der Lehre will die Hochschülerschaft eine Evaluierungsagentur etablieren, in der auch die Studenten mitwirken. Ausgebaut werden sollen das Studienbeihilfensystem, das Lehrveranstaltungsangebot und die Kinderbetreuungseinrichtungen an den Universitäten.

Weiters tritt die ÖH für eine Rücknahme des Integrationsvertrags und die Einführung eines Antidiskriminierungsgesetzes ein. Ausländische Studenten sollen auch nach Abschluss ihrer universitären Ausbildung eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis bekommen. (APA)