Rom - Ein rechtsextremer Terrorist, Gilberto Cavallini, ist am Donnerstag in Mailand festgenommen worden. Cavallini, der wegen des Mordes an dem Richter Mario Amato und an zwei Polizisten in den 80-er Jahren lebenslänglich verurteilt worden war, wurde in der Nähe seiner Wohnung in Mailand festgenommen. Ein Gericht hatte ihm ursprünglich Freigang gewährt. Cavallini trug eine Tasche mit sich, in der die Polizei Pistolen und Kriegsmunition entdeckten.

Mitglieder einer rechtsextremen Zelle

In den achtziger Jahren zählte Cavallini zu den Mitgliedern einer rechtsextremen Zelle unter der Führung von Valerio Fioravanti und Francesca Mambro, die wegen des Attentats auf dem Bahnhof von Bologna im Jahr 1980 lebenslänglich verurteilt worden waren. Beim Attentat in Bologna waren 85 Menschen ums Leben gekommen.

Die italienischen Ermittler haben indes den Kampf gegen den politischen Terrorismus intensiviert. Am Dienstag war der mutmaßliche linksextreme Attentäter Michele Pegna in Neapel verhaftet worden. Pegna soll den Mord an dem Regierungsberater Marco Biagi im vergangenen März organisiert haben. Der aus Kalabrien stammende Pegna, der in den siebziger und achtziger Jahren Aktivist mehrerer linksgerichteter Terrorgruppen war, war seit dem Jahr 2000 auf der Flucht. (APA)