Graz - Die Österreich-Tochter des in Konkurs gegangenen deutschen Baukonzerns Philipp Holzmann, die Ast-Holzmann Baugesellschaft mbH, ist in dieser Woche verkauft worden. Das Unternehmen teilte mit, dass der Insolvenzverwalter den Abtretungsvertrag der Anteile der Ast-Gruppe "an eine süddeutsche Baugruppe unterfertigt" habe. Weder der Name des Käufers noch der Kaufpreis wurden bekannt gegeben. Der Verkauf sei noch von der Zustimmung durch den Gläubigerausschuss abhängig, wurde die Geheimhaltung begründet.

Die Verhandlungen waren bis Mitte November mit vier Interessenten geführt worden, der damals erwartete rasche Abschluss hat sich nun bis knapp vor Weihnachten hinaus gezögert. Ast-Holzmann hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 170 Mio. Euro gemacht. Auch nach der Insolvenz des deutschen Bau-Riesen agierte das Unternehmen in unternehmerischer und rechtlicher Ebene selbstständig, schließlich hatte sich aber die Ast-Gruppe mit Hilfe eines Beratungsunternehmens auf die Suche nach einem neuen Gesellschafter gemacht.

Das Ziel, "die gesamte Ast-Gruppe mit dem Geschäft in Österreich und Osteuropa einschließlich des Service- und Immobilienbereiches auch unter einem neuen Eigentümer als Einheit weiterzuführen" sei jetzt "erreicht" worden, hieß es am Donnerstag zu dem bereits Anfang dieser Woche fixierten Verkauf. Ast werde sich auf das Kerngeschäft Hochbau und Ingenieurbau sowie auf baunahe Dienstleistungen (Services) konzentrieren. Stärken sieht man vor allem im Projektmanagement.

Den neuen Eigentümer hätten die gute Positionierung in Österreich und Osteuropa in Hinblick auf die jüngst beschlossene EU-Erweiterung bewogen, Ast-Holzmann zu kaufen. Durch die bevorstehende EU-Erweiterung wird gerade im Baugeschäft ein erhebliches Potenzial an Zuwächsen erwartet. (APA)