SPÖ-Bundesfrauensekretärin Bettina Stadlbauer
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Stadlbauer-Foto auf der SP-Frauensite
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Bettina Stadlbauer wurde, wie sie sagt "durch das Leben politisiert". Und das ziemlich früh: Mit 16 verheiratet und Mutter, mit 18 geschieden und Alleinerzieherin, dazwischen die berufliche Ausbildung und die Sorge, wie es mit dem Kind, dem eigenen Leben und überhaupt weitergehen soll.

Mithilfe der Großmutter, die auf das Kind aufpasste, ging es: Stadlbauer beendet die Lehre als Bürokauffrau, wurde bereits an ihrem Ausbildungsplatz, einer Elektronikfirma, Jugendvertrauensrätin und engagierte sich zunehmend im ÖGB. Nach einem Intermezzo beim ASKÖ kam Stadlbauer 1990 hauptberuflich zum ÖGB und schaffte es in den nächsten zehn Jahren bis zur Bundesfrauensekretärin.

1991 landete sie als "Quotenfrau" auf der Gemeinderatsliste in Linz, heuer war sie zweite der Nationalratsliste. "Ein Zeichen für Alleinerzieherinnen" wolle sie setzen, versichert Stadlbauer: "Es ist ja nicht so, dass die Kinder von alleinerziehenden Müttern automatisch kriminell werden, wie oft unterstellt." Gender-spezifische Schwerpunkte will sie auch in der Wirtschafts- und Justizpolitik setzen. (DER STANDARD, Printausgabe 21./22.12.2002)