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Mohamed El Baradei, Generaldirektor der internationalen Atomenergiebehörde.

REUTERS/Leonhard Foeger

Wien - Nordkorea hat nach IAEA-Angaben am Samstag die Überwachungskameras der Internationalen Atomenergiebehörde an einem seiner Reaktoren abgeschaltet. IAEA-Generaldirektor Mohamed El Baradei kritisierte das Vorgehen und rief Pjöngjang zur weiteren Kooperation mit der Wiener UNO-Behörde auf. Betroffen ist den Angaben zufolge ein Fünf-Megawatt-Reaktor in der Atomanlage von Nyongbyong.

El Baradei erklärte, es hätte durchaus einen "geordneten Übergang" geben können von der gegenwärtigen Überwachung des still gelegten Reaktors zur Überwachung von dessen Betrieb. Dies aber habe Nordkorea mit seiner einseitigen Maßnahme unmöglich gemacht. Man habe die Regierung in Pjöngjang deshalb aufgefordert, Inspektoren der IAEA sofort einen ungehinderten Zugang zu der Atomanlage zu gewähren und den Reaktor nicht anzufahren, bis neue Kontrollmechanismen angebracht worden seien. (APA/AP)