Moskau - Der Chef der Moskau-treuen Partei "Einheit Russlands" in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny, Sajed Amin Adisow, ist einem Attentat zum Opfer gefallen. Wie die russische Nachrichtenagentur Interfax am Mittwoch berichtete, wurde Adisow, Bauunternehmer und örtlicher Funktionsträger der Partei der Anhänger des russischen Präsidenten Wladimir Putin, am Dienstagabend in seinem Lastwagen erschossen. Adisows Vater, der einst dem "Ältestenrat" des ersten tschetschenischen Präsidenten General Dschochar Dudajew vorstand, war 1995 ermordet worden.

Ein Führungsmitglied der Partei "Einheit Russlands", Wjatscheslaw Wolodin, erklärte, der Mord an Adisow sei ein Versuch, die Bemühungen um eine Normalisierung der Lage in Tschetschenien zu stören. In der Nordkaukasus-Republik wurden unterdessen am Dienstag und Mittwoch vier russische Sicherheitskräfte getötet. Zwei Polizisten starben, als es in Ilinsikoje nahe der Hauptstadt Grosny zu einem Gefecht mit Aufständischen kam, wie ein Mitarbeiter der pro-russischen Verwaltung Tschetscheniens mitteilte. Die russischen Truppen suchten in Grosny und vier angrenzenden Bezirken nach mutmaßlichen Rebellen und Komplizen. Etwa 200 Menschen wurden festgenommen.(APA/AP)