Wien - Spiegelglatte Straßen haben in der Nacht auf Freitag in Niederösterreich zu zahlreichen Verkehrsunfällen geführt. Bei einer der Karambolagen - auf der B3 im Bezirk Krems - war nach Angaben der Feuerwehr ein Todesopfer zu beklagen. Glatteis-Unfälle gab es in der Nacht u.a. auch auf der Westautobahn (A1) im Bezirk Melk.

Der Unfall auf der B3 hatte sich am Donnerstag gegen 22.30 Uhr ereignet, so die Feuerwehr. Mehrere Personen waren in einem Pkw eingeklemmt. Für einen Mann kam jede Hilfe zu spät. An einem Strommast endete am Freitag kurz nach Mitternacht die Fahrt eines Wieners in Münchendorf (Bezirk Mödling). Der Lenker war ebenfalls im Wrack seines Pkw eingeklemmt und musste von der Feuerwehr geborgen werden.

Von Glatteis-Unfällen besonders betroffen war der Bezirk Melk. Die Feuerwehr meldete mehrere Karambolagen von beiden Richtungsfahrbahnen der A1 im Bereich Loosdorf, von der B1 am Orndinger Berg und von der B3 in Aggsbach-Markt. In Texing-Hirnberg krachte ein Pkw auf der LH88 gegen ein Brückengeländer. Ein eingeklemmter Insasse musste geborgen werden, zwei weitere Personen wurden ebenfalls verletzt.

Behinderungen auch in Wien und Oberösterreich

Wie der ARBÖ mitteilte, kam es in Wien an exponierten Stellen wie Brücken und Unterführungen immer wieder zu Behinderungen. Weiters muss man in Oberösterreich im Raum Linz mit erheblichen Behinderungen wegen eisiger Straßen rechnen.

In Oberösterreich sorgte Eisregen trotz eines Großeinsatzes der Straßenmeistereien für eisglatte Fahrbahnen. Dadurch kam es auch immer wieder zu Unfällen, die aber nach den Meldungen der Einsatzkräfte vorerst alle relativ glimpflich verliefen. In Kirchdorf an der Krems und in Schärding waren jeweils Lebensmitteltransorte betroffen.

Im Gemeindegebiet von Micheldorf im Bezirk Kirchdorf kam ein Kleinlaster in der Früh von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Wand eines Wohnhauses. Der Fahrer musste mit Verletzungen in der Landeskrankenhaus Kirchdorf eingeliefert werden. Das aus Wels kommende Fahrzeug hatte frisches Gebäck geladen, es lag auf der Fahrbahn verstreut und musste von der Feuerwehr aufgelesen werden.

In Schärding ist ein 40 Tonnen-Lkw auf dem spiegelglatten Parkplatz eines Supermarktes am Vormittag in einen eineinhalb Meter tiefen Graben gerutscht. Der Tank lag auf dem Asphalt auf, es drohte eine Beschädigung und ein Auslaufen von Treibstoff. Die Ladung - zehn Tonnen Lebensmittel - wurde in ein Ersatzfahrzeug umgeladen und von diesem weiter ausgeliefert. Die Feuerwehr konnte den abgerutschten Lkw so bergen, dass dabei der Tank heil blieb. (APA)