Wien - Österreichs TennisspielerInnen beginnen die neue Saison über den ganzen Globus verstreut. Während Fed-Cup-Heldin Barbara Schwartz in Auckland (dort ist auch Patricia Wartusch am Start) ihr Comeback nach der Gelenksoperation an der linken Schlaghand gibt, wird Barbara Schett in Gold Coast ihr erstes Turnier bestreiten. Die Nummer eins unter Österreichs Herren, Stefan Koubek, spielt in Doha (Katar), Jürgen Melzer in Adelaide und Julian Knowle in Chennai (Indien).

Koube wieder mit Bresnik

"Ich will endlich beweisen, dass ich zu den Top 30 der Welt gehöre, und deshalb Vollgas geben", formuliert Koubek seine Anliegen. Im Moment reicht es ja beknntlich nur für die Nummer 54 der Welt. Günter Bresnik ist wieder als Touring Coach des Kärntners im Einsatz, er wird seinen Schützling zu rund 20 Turnieren begleiten. "Es gibt keinen Besseren für mich als den Günter. Er wird meine einzige Bezugsperson sein, was das Tennis betrifft", betonte Koubek vor der Abreise nach Katar. In der letzten Saison aufgetretene Unstimmigkeiten scheinen also ausgeräumt.

Melzer, der als die Nummer 91 in sein zweites volles Jahr auf der ATP-Tour startet, hat sich den "Sprung unter die Top 50" zum Ziel gesetzt. Knowle, der sich in Monte Carlo im Camp von Ronald Leitgeb mit Gilbert Schaller auf die neue Saison vorbereitet hat, startet die neue Saison in Indien (Chennai) und möchte dort nach dem enttäuschenden Ausklang des Jahres 2002 neues Selbstvertrauen tanken.

Schett Neu

Auch bei Schett, die 2002 einen Rückfall in der Weltrangliste von Platz 21 auf Platz 40 verzeichnen musste, hat sich einiges geändert. Mit mehr Ball-Arbeit auf dem Court und weniger Konditionsschinderei, mit der Salzburger Sportpsychologin Elisabeth Atleff als mentaler Stütze, mit mehr Risiko und vor allem mit größerer Selbstständigkeit im Match will die Tirolerin diesen Trend umkehren. "Zahlen spielen zunächst aber keine Rolle mehr. Ich darf nicht auf den Raster schauen, muss nur von Spiel zu Spiel denken, 100 Prozent geben, dann kommen gute Weltranglisten-Platzierungen von selbst", meinte Schett.

Bammer steigt ein

Wartusch, die das Jahr auf Weltranglistenplatz 84 beendet hat, will ihren Aufwärtstrend von 2002 fortsetzen, Schwartz muss den durch ihre Handgelenksverletzung bedingten Rückfall in der Weltrangliste (125.) wettmachen. Sybille Bammer versucht sich 2003 erstmals auf der ATP-Tour. Die 22-jährige Oberösterreicherin, derzeit die Nummer 177 im WTA-Ranking, ist nach Starts in Auckland, Hobart und Sydney bei den Australian Open auf die Qualifikation für den Hauptbewerb aus. Langfristiges Saisonziel ist der Vorstoß unter die Top 100. (APA/red)