Hamburg - Forscher des Naturkundemuseums Karlsruhe haben in Mexiko Überreste eines gigantischen Meeressauriers entdeckt. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Samstag vorab berichtete, stammt das Reptil aus der Gruppe der Pliosaurier, der wahrscheinlich größten Raubtiere, die es je auf der Erde gab. Die Tiere, die vor 150 Millionen Jahren lebten, wurden bis zu 25 Meter lang und waren damit größer als heute Pottwale.

Bei dem in Mexiko entdeckten Exemplar handelt es sich offenbar um ein Jungtier, das nach ersten Schätzungen eine Länge von 18 Metern und ein Gewicht von mehr als 50 Tonnen hatte. Das Skelett sei ungewöhnlich vollständig. "Bisher sind nur Fragmente von Pliosauriern entdeckt worden - an unserem Fundort dagegen liegt ein fast komplettes Exemplar begraben", sagte Eberhard Frey vom Staatlichen Museum für Naturkunde in Karlsruhe dem "Spiegel".

Die Forscher tauften das Tier auf den Namen "Monster vom Aramberri" - nach dem Fundort in der Nähe des Dörfchens Aramberri im Nordosten Mexikos. Die ersten Überreste des Tieres wurden dem Bericht zufolge bereits 1982 entdeckt, damals jedoch als Überreste eines Dinosauriers missgedeutet. Inzwischen haben Frey und seine Kollegen mehr als eine Tonne Gestein mit den Knochen des Ungetüms geborgen. Frey schätzt allein die Länge des Schädels auf 3,5 Meter.(APA/AP)