Das Geschäft mit Mobiltelefonen verläuft nach Worten von Siemens Vorstandschef Heinrich von Pierer im aktuellen Quartal positiv. "Wir sind ganz zufrieden mit dem Verlauf des Quartals, soweit es Mobiltelefone betrifft", sagte von Pierer am Sonntag auf dem Weg nach Peking der Nachrichtenagentur Reuters. Das erste Geschäftsquartal (per 31. Dezember) sei sicher "kein schlechtes Quartal".

Märkte

Er setze bei den Handys besonders auf das Wachstum des chinesischen Marktes. Jeden Monat kämen hier fünf Millionen neue Mobilfunknutzer hinzu. Ein neues, kleines Handymodell werde besonders von den weiblichen Kunden in China sehr gut angenommen. Weltweit will Siemens nach Worten von Pierers seinen Marktanteil von acht Prozent auf "eine zweistellige Zahl" steigern. Dies solle möglichst bald geschehen, sagte von Pierer ohne einen konkreten Zeitrahmen zu nennen. Er wies aber darauf hin, dass allgemein für den Mobilfunkmarkt im nächsten Jahr mehr Wachstum erwartet werde.

Begleitung

Von Pierer begleitet den deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) auf seiner China-Reise zur Einweihung der ersten kommerziellen Transrapid-Strecke in Schanghai. Der Transrapid wird von einem Konsortium aus Siemens und ThyssenKruspp gebaut.

Von Pierer rechnet nach eigenen Worten mit Folgeaufträgen in China für die Magnetschwebebahn Transrapid, sofern die Jungfernfahrt der ersten kommerziellen Bahn in Schanghai ein Erfolg wird. "Wenn das erfolgreich verläuft, wird es weitere Strecken geben, davon bin ich überzeugt." Er habe keine Zweifel, dass die Schwebebahn den Test bestehen werde. Es gebe bereits chinesische Studien für einige weitere Strecken. Von Pierer wies auch daraufhin, dass die Chinesen ein großes Werk für Betonpfeiler errichtet hätten, das ohne weitere Trassen nicht lohnend sei. Er gehe davon aus, dass die Chinesen beim nächsten Projekt stärker selbst beteiligt werden wollten. Dies sei aber normal bei nationalen Großprojekten. Als aussichtsreichste weitere Transrapid-Strecke gilt die gut 200 Kilometer lange Verbindung von Schanghai in die südlich gelegene Stadt Hangzhou. (APA/Reuters)