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Foto: APA/ EPA/ Yuri Kadobnov

Moskau - Eine Mehrheit von 68 Prozent der Russen bedauert einer Umfrage zufolge die Auflösung der Sowjetunion vor elf Jahren. Dagegen begrüßten nur 25 Prozent den Zerfall des kommunistischen Riesenstaates, meldete die Agentur Interfax am Montag unter Berufung auf Ergebnisse des Meinungsforschungsinstituts VZIOM in Moskau. Immerhin 59 Prozent der 1.600 Befragten meinten, der Zerfall in 15 einzelne Staaten wäre zu vermeiden gewesen. Nur 29 Prozent sagten, das Schicksal der Sowjetunion sei besiegelt gewesen. Die Sowjetunion mit ihrem ersten und letzten Präsidenten Michail Gorbatschow an der Spitze hatte sich mit Jahresende 1991 aufgelöst.

Eine Mehrheit von 55 Prozent wertete auch die Gründung der Sowjetunion vor genau 80 Jahren als freiwilligen Zusammenschluss freier Republiken. Am 30. Dezember 1922 hatten sich die sozialistischen Republiken Russland, Ukraine, Weißrussland und Transkaukasus zur Union der Sowjetrepubliken zusammengeschlossen. Dreiviertel der Befragten meinte, die Union habe zur wirtschaftlichen und kulturellen Weiterentwicklung ihrer Völker beigetragen. (APA/dpa)