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US-Präsident Bush will den Konflikt mit dem Mitglied der Achse des Bösen Nordkorea friedlich lösen.

Foto: EPA/AFPI/Paul J. Richards

Washington - Trotz der Spannungen um das Atomprogramm Nordkoreas werden die USA Regierungskreisen zufolge ihre Lebensmittelhilfe an das kommunistische Land fortsetzen. "Wir benutzen Lebensmittel nicht als politische Waffe", hieß es am Mittwoch in Kreisen der US-Regierung. Es werde erwartet, dass die Hilfe an das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen in Nordkorea auf dem gleichen Stand bleibe. In der Vergangenheit haben sich die USA dafür ausgesprochen, humanitäre Hilfe von geostrategischen Überlegungen zu trennen.

Schätzungen zufolge sind Mitte bis Ende der 90er Jahre bis zu 2,5 Millionen Nordkoreaner, etwa zehn Prozent der Bevölkerung, verhungert. Anfang Dezember hatten die Vereinten Nationen um Hilfen gebeten, um 6,4 Millionen besonders Bedürftige zu ernähren, insbesondere Kinder, Schwangere und alte Menschen.

US-Präsident George W. Bush hatte am Dienstag gesagt, die Krise um das nordkoreanische Atomprogramm könne friedlich gelöst werden. Es handle sich nicht um eine militärische Konfrontation. Nach US-Angaben hatte Nordkorea im Oktober eingestanden, mehrere Jahre lang ein geheimes Atomwaffenprogramm betrieben zu haben. Das Land hat zudem angekündigt, wegen Energiemangels einen stillgelegten Reaktor wieder hochzufahren. In dem Reaktor kann nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) waffentaugliches Plutonium hergestellt werden. In einem 1994 abgeschlossenen Abkommen hatte sich Nordkorea im Gegenzug für Heizöl-Lieferungen verpflichtet, sein Atomprogramm auszusetzen. (APA/Reuters)