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Nicht zu rauchen schützt vor COPD, einer besonders tückischen chronischen Lungenerkrankung.

Foto: APA/EPA/Stephen Shaver

Klagenfurt - In Österreicher leiden laut Statistik 400.000 Menschen an COPD, einer besonders tückischen chronischen Lungenerkrankung. 90 Prozent davon sind Raucher. Die Dunkelziffer wird von der COPD-Liga Österreich sogar auf das Doppelte geschätzt. Alarmierende 20 Prozent aller Raucher in Österreich über 40 leiden an COPD. Im Jahr 2020 wird COPD bereits an dritter Stelle aller Todesursachen stehen, befürchten Experten.

"Je früher die so genannte chronisch-obstruktive Lungenerkrankung diagnostiziert und behandelt wird, desto größer sind die Chancen auf Genesung", sagt der Vorstand der Lungenabteilung am LKH Klagenfurt, Kurt Puganigg. Die Gefahren von COPD seien noch zu wenig im Bewusstsein der Bevölkerung verankert. Die "Raucherseuche" werde meist sehr spät diagnostiziert, weil die Betroffenen die Warnsymptome - (Raucher-)Husten und Kurzatmigkeit - sehr häufig bagatellisieren. Zu spät erkannt, führe COPD zu irreversiblen Lungenschäden und im schlimmsten Fall zu qualvollem Ersticken. Puganigg: "Wenn COPD bereits fortgeschritten ist, sind die Therapiemöglichkeiten nur mehr begrenzt."

Lungenfunktionstest empfohlen

Mit Hilfe eines Lungenfunktionstest kann COPD bereits im frühen Stadium entdeckt und mit Medikamenten gestoppt werden. "Vor allem die Risikogruppe der Raucher über 40 Jahre sollte sich einmal jährlich entweder einer so genannten Spirometrie oder einer Bodypletismographie unterziehen", appelliert Puganigg an die Kärntner Bevölkerung.

Letztere Methode, die wesentlich genauere Messwerte anzeigt, wird in Kärnten ausschließlich auf der Lungenabteilung des LKH Klagenfurt durchgeführt. Diese Vorsorgeuntersuchung, die nur 15 Minuten dauert, erfolgt nach Zuweisung durch den Facharzt ambulant. Nicht zu rauchen ist jedoch die einzig präventive Maßnahme, um der "Seuche der Zukunft" vorzubeugen. (APA)