Linz - Der gefrierende Regen in der Nacht auf Donnerstag hat in den Morgenstunden in Teilen Oberösterreichs zu einem regelrechten "Eis-Chaos" geführt. Besonders betroffen waren der Großraum Linz, Wels und Steyr, sowie die Bezirke Perg und Kirchdorf. Dort kam es zu zahlreichen Unfällen auf den Straßen. Die meisten Zusammenstöße verliefen allerdings glimpflich.

Glatteisunfall in Ried

In den Unfall-Ambulanzen der Linzer Krankenhäuser rechnete man Donnerstag früh mit einem "Hochbetrieb im Gipszimmer". Gerade Fußgänger machen an solch rutschigen Tagen eine oft schmerzliche Bekanntschaft mit der dicken Eisschicht. Die Zahl der typischen "Ausrutsch-Verletzungen" wie etwa Hand- oder Schulterbrüche würden erfahrungsgemäß an solchen Tagen stark ansteigen, erklärte ein Arzt des Linzer Unfallkrankenhauses.

Besondere Probleme hatte die Gendarmerie nach einem Glatteisunfall in Ried in der Riedmark (Bez. Perg): Dort waren an einer Stelle gleich zehn Fahrzeuge in den Straßengraben gerutscht - die Fahrbahn war aber dermaßen glatt, dass auch die Einsatzkräfte nicht zum Unfallort vordringen konnten.

Eisregen legte die Linzer Straßenbahn vorübergehend lahm

Der Eisregen legte auch die Linzer Straßenbahn vorübergehend lahm: Die Fahrleitungen waren an manchen Stellen mit einer so dicken Eisschicht überzogen, so dass die Tramway keinen Strom bekam. (APA)