Wien - Der Forschungsförderungsfonds für die gewerbliche Wirtschaft (FFF) hat mit 1. Jänner 2003 turnusmäßig den Vorsitz in der Vereinigung der nationalen Forschungs- und Technologieförderungsstellen Europas TAFTIE (The Association for Technology Implementation in Europe) übernommen. In der Vereinigung kooperieren 14 nationale Forschungs- und Technologieförderungsorganisationen aus 13 Staaten, um ihre Tätigkeiten zu vergleichen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, teilte der FFF am Donnerstag in einer Aussendung mit.

Im Vorsitzjahr des FFF sollen u.a. Möglichkeiten zur Öffnung nationaler Förderungsprogramme verstärkt unterstützt werden, wie dies im Zusammenhang mit der Politik eines Europäischen Forschungsraumes vorgeschlagen wurde. Erste Zusammenarbeitsmodelle für eine Förderungskooperation bei grenzüberschreitenden F&E-Projekten wurden laut FFF bereits erarbeitet. Diese Aktivitäten seien für den FFF von besonderem Interesse, da bereits jetzt in zunehmendem Maß geförderte Forschungsprojekte in Zusammenarbeit mit Partnern im Ausland abgewickelt würden.

Das von den 14 Mitgliedern verwaltete jährliche Förderungsbudget beläuft sich auf rund vier Mrd. Euro und liegt somit in ähnlicher Größenordnung wie eine durchschnittliche Jahresförderungsquote des 6. EU-Rahmenprogrammes für Forschung und technologische Entwicklung.

Für das EU-Rahmenprogramm, dessen erste Ausschreibungsrunde am 17. Dezember eröffnet wurde, bietet der FFF übrigens ein angepasstes und erweitertes Spektrum an Unterstützungsmaßnahmen: Einstiegsförderung für die Vorbereitung österreichischer Anträge gibt es auch für die neuen Instrumente des Programms, wie die "Integrierten Projekte" oder "Exzellenznetzwerke". Für diese Instrumente gebe es bereits ein hohes Interesse in Österreich, heißt es in der FFF-Aussendung. Außerdem wurde die klassische Einstiegsförderung für kooperative Forschungsprojekte vereinfacht. (APA)