TriWest Healthcare Alliance hat nun eine Belohnung von 100.000 Dollar für Informationen augesetzt, die zur Ergreifung und Verurteilung der für den Diebstahl von Gesundheitsdaten von etwa 500.000 Angehörigen des US-Militärs und deren Familien Verantwortlichen führen. Am 14. Dezember 2002 war in ein Büro des Unternehmens eingebrochen worden. Dabei wurden Computer gestohlen, in deren Datenspeichern vertrauliche und persönliche Angaben zusammen mit Namen, Adressen, Sozialversicherungsnummern und mit weiteren persönlichen Informationen abgelegt sind. TriWest managet die Gesundheitsversorgung von insgesamt 1,1 Mio. aktiven oder bereits in den Ruhestand getretenen Miltärangehörigen und deren Familien.

Keine ausreichende Sicherheit

Offenbar sind die Daten nicht besonders sicher oder gar nicht verschlüsselt, weshalb nun zu dem Mittel der Auslobung einer Belohnung gegriffen werden musste. Nach der Entdeckung des Diebstahles am 16. Dezember wurden Polizei, Staatsanwaltschaft, FBI und Verteidigungsministerium mit der Ermittlung befasst, konnten bislang aber weder Täter noch Tatmotiv eruieren.

Zu niedrige Belohnung?

Falls die Täter nicht bloß an der Hardware sondern an den Daten selbst interessiert waren, scheint die Belohnung jedoch ziemlich niedrig angesetzt zu sein. Nicht nur würde ein fremder Geheimdienst wohl deutlich höhere Summen für Informationen über frühere und gegenwärtige Krankheiten von bestimmen Soldaten und deren Angehörigen zahlen. Sondern auch für "Identitätsdiebstahl" eignen sich die Daten hervorragend, zumal sie entsprechend verknüpft gespeichert sein dürften.

TriWest will nun alle Betroffenen anschreiben und eine eigene Website und Hotline einrichten. Auch die Federal Trade Commission informiert unter über die Gefahren des "Identitätsdiebstahls" und mögliche Gegenmaßnahmen. (pte)