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Grafik: APA

Die österreichischen Mobilfunkbetreiber können sich freuen: Silvester bleibt die "Goldene Kuh" der Branche. Mehr als 20 Millionen Kurznachrichten wurden in Österreich zum Jahreswechsel versendet.

Ein Viertel um Mitternacht

Eine wahre SMS-Flut hat die Silvesternacht in Österreich gebracht. Insgesamt haben die Österreicher in der Nacht von 31. Dezember 2002 auf 1. Jänner 2003 über 20 Millionen SMS-Kurzmitteilung versendet, ein Viertel davon - also etwa fünf Millionen - allein zu Mitternacht. Das ist das 2,5 bis 3-Fache dessen, was an normalen Tagen in Österreich versendet wird. Kunden berichten von Überlastungen, vereinzelt seien SMS nicht zugestellt worden.

Verzögerungen, keine Probleme

Die vier heimischen Betreiber bestätigten kurzfristige Überlastungen, wollen aber lediglich von Verzögerungen bei der Zustellung wissen. Gröbere technische Probleme habe es nicht gegeben, hieß es am Donnerstag unisono bei A1, T-Mobile, One und tele.ring.

Man hat gelernt

Man habe aus den vergangenen Jahren gelernt und die Kapazitäten deutlich erweitert, betonte eine Sprecherin der Mobilkom. Angesichts der enormen SMS-Mengen, die zum Jahreswechsel versendet würden, werde es aber auch in den kommenden Jahren mitunter Verzögerungen geben, meint man bei T-Mobile.

A1 mit 8 Millionen voran

Der Marktführer A1 liegt auch in der Silvester-SMS-Statistik mit 8 Millionen versendeten Kurzmitteilungen voran. Dahinter folgen T-Mobile (6 Millionen), One (4 Millionen) und Telering (1,7 Millionen).

SMS über das Internet

Keine genauen Zahlen gibt es über den SMS-Versand über das Internet. Einzig sms.at kann für die Silvester-Nacht mit 0,7 Millionen verschickten Mitteilungen Daten liefern. Das waren allerdings deutlich weniger als zu Jahreswechsel 2001/02, als noch 1,6 Millionen SMS über die Internetseite versendet worden waren. Grund dafür ist, dass seit Anfang 2002 nur noch eine begrenzte Zahl an SMS via "sms.at" gratis verschickt werden kann. Es ist aber anzunehmen, dass eine nicht unbedeutende Menge an Nachrichten bei anderen Web-SMS-Anbietern versendet wurde.

Bilder kommen in Mode

Neu in Mode gekommen sind dafür Bildnachrichten zu Silvester. Allein via sms.at wurden heuer zu Silvester 25.000 Bildnachrichten, Logos und Klingeltöne versendet - "ein Beweis dafür, dass sich die neuen Handy-Technologien durchsetzen", meint man beim sms.at-Betreiber ucp. Für ucp eine "erfreuliche Entwicklung", kostet der Versand einer Bildnachricht doch einen Euro.(red)