Washington - Das US-Bundeskriminalamt FBI hat seine Fahndung nach möglicherweise illegal eingereisten Terroristen auf insgesamt ein Dutzend Verdächtige ausgeweitet. Das berichtete die Zeitung "USA Today" am Donnerstag. Ursprünglich hatte das FBI in einer ungewöhnlichen Aktion die Fotos von fünf Verdächtigen auf seiner Webseite veröffentlicht, die kurz vor Weihnachten über die kanadische Grenze in die USA eingedrungen seien sollen. Die Behörden hatten befürchtet, Terroristen könnten über Weihnachten oder Neujahr Anschläge verüben. Auch Präsident George W. Bush hatte sich besorgt gezeigt.

Pakistanischer Juwelier meldet sich zu Wort

Inzwischen meldete sich in Pakistan ein Juwelier und erklärte, eines der Fahndungsfotos zeige ihn und gebe auch sein Geburtsdatum an. Er sei aber nie in den USA gewesen. Nach US-Medienberichten gab er allerdings zu, einmal mit einem falschen Visum versucht zu haben, nach England einzureisen. Er sei aber schon in den Vereinigten Arabischen Emiraten gestoppt worden.

Das FBI selbst äußerte sich vorsichtig. "Obwohl dem FBI keine konkreten Hinweise vorliegen, dass sie (die Gesuchten) mit möglichen terroristischen Aktivitäten in Verbindung stehen, (...) würde das FBI diese Personen gerne aufspüren und befragen", heißt es auf der Website der Bundespolizei. Beobachter äußerten sich erstaunt über die Aktion. Es sei ungewöhnlich, dass das FBI eine landesweite Suche nach Verdächtigen einleite, ohne einen konkreten Grund zu nennen. (APA/dpa)