Jerusalem - Ein israelischer Geschäftsmann ist im Westjordanland offenbar von palästinensischen Extremisten umgebracht worden. Die verkohlte Leiche des Mannes wurde am Donnerstag in einem Auto entdeckt. Zu dem Mord an dem 70-jährigen israelischen Geschäftsmann Massud Elon bekannten sich die Al-Aksa-Märtyrerbrigaden, die der Fatah-Bewegung des palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat nahe stehen.

In einer Erklärung wurde die Tat als Vergeltung für die Tötung eines Mitglieds der Organisation durch israelische Soldaten in der Ortschaft Tamun vor einigen Monaten bezeichnet. Elon hatte seine Wohnung in Israel am Mittwoch verlassen. Er wollte offenbar zu geschäftlichen Zwecken nach Tamun im Westjordanland fahren.

Die israelische Menschenrechtsorganisation B'tselem kritisierte unterdessen, dass Israel über 1.000 Palästinenser ohne Anklage oder Prozess inhaftiert habe. Dies sei die höchste Zahl seit zwölf Jahren. Vor einem Jahr hätten sich lediglich 36 Palästinenser in so genannter Administrativhaft befunden.(APA/AP/dpa)