Wien - Im Wiener SMZ-Ost (Donauspital) ist es ist es erneut zu zwei Hepatits C-Fällen gekommen, berichtet "Die Presse". Die beiden Hepatitis-C-Fälle im Wiener Donauspital stehen angeblich in keinem Zusammenhang. Das könne durch die bereits vorliegenden Untersuchungsergebnisse ausgeschlossen werden, wie der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) am Freitag in einer Aussendung mitgeteilt hat. Im Donauspital werden demnach exakte Kontrollen auf Hepatitis-C routinemäßig durchgeführt. Dabei würden häufig bisher unentdeckte Infektionen entdeckt.

Jeder Fall wird laut KAV vom Spital der zuständigen Sanitätsbehörde MA 15 gemeldet. Der gesamte Krankheitsverlauf werde außerdem "umfassend analysiert".

Für Patienteninformation wurde angesichts der jüngsten Berichte über die Hepatitis-Fälle eine Hotline eingerichtet.

Zwei Hepatitis C-Fälle im Donauspital

Bei einer Patientin, die im Juli 2002 auf der gynäkologischen und urologischen Station behandelt wurde wurde im November eine Infektion diagnostiziert. Wenig später wurde ein weiterer Fall festgestellt. Hepatitis-Alarm hatte es im Donauspital zuletzt im Jahr 2001 gegeben, als fünf Patienten infiziert wurden. Damals wurde ein identer Erreger festgestellt.

Die zweite Infektion wurde vor Weihnachten bemerkt: Ein Mitarbeiter hatte sich an einer gebrauchten Injektionsnadel gestochen. Die betreffende Patientin wurde untersucht und die Krankheit diagnostiziert. Unklar war, ob sich auch der Mitarbeiter angesteckt hat.

Fehler werden zurückgewiesen

Der Vorwurf, es könnte im Spital zu Fehlern gekommen sein, wurde von einer Sprecherin von Gesundheitsstadträtin Elisabeth Pittermann (S) zurück gewiesen. Sie sprach von einer "Kampagne der FP-Floridsdorf". Die Infektionsfälle waren von FP-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek publik gemacht worden, ebenso wie die Infektionen im Jahr 2001.

Laut Oskar Janata, Leiter des örtlichen Hygieneteams, bestehen keine Hinweise, dass die Ursache der Infektionen im SMZ-Ost liegt. Im Unterschied zu den Fällen im Jahr 2001 stehen die beiden nunmehrigen Infektionen auch nicht miteinander in Zusammenhang. (APA)