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Zahlreiche umgestürzte Bäume behinderten Strassen und Zugverbindungen

Foto: APA/ dpa Patrick Seeger

Wien/Linz/Berlin - Ein heftiges Sturmtief mit Windgeschwindigkeiten bis zu 120 Stundenkilometern verursachte den ganzen Freitag über beträchtliche Schäden - vor allem Ostösterreich und Vorarlberg waren betroffen.

Straßen waren stundenlang durch geknickte Bäume blockiert, einige Häuser wurden abgedeckt. Mehrere Fahrzeuge wurden durch losgerissene Teile von Hausdächern und durch herabstürzende Äste demoliert. Tausende Haushalte blieben wegen schadhafter Stromleitungen kurzfristig ohne Strom.

Unterbrechungen lokaler Bahnverbindungen

In der Linzer Innenstadt fegte der Sturm eine Punschhütte von der Terrasse eines Einkaufszentrums in die Tiefe. In zahlreichen Regionen in Ober- und Niederösterreich sorgten umgestürzte Bäume für Unterbrechungen lokaler Bahnverbindungen.

Großes Glück hatte ein 32-jähriger Autolenker im oberösterreichischen Bezirk Rohrbach. Der Mann war mit seinem Pkw gerade Richtung Linz unterwegs, als ein Baum auf sein Fahrzeug krachte. Der Lenker blieb unverletzt, sein Auto wurde erheblich beschädigt. Die Feuerwehren verzeichneten im Zusammenhang mit dem Sturm österreichweit um die 150 Einsätze.

Todesopfer in Deutschland

Auch in Deutschland herrschte Freitag extremes Wetter. Bei Unfällen durch umgestürzte Bäume und Schneeglätte gab es mehrere Todesopfer und zahlreiche Verletzte. In München stürzte ein großes Festivalzelt ein. Im Süden, Osten und Westen Deutschlands sorgten zudem heftige Regenfälle für steigende Pegelstände an vielen Flüssen.

Am Wochenende soll sich laut Wettervorhersage der Sturm legen. Von Nordost strömt dann wieder kalte Luft nach Mitteleuropa - begleitet von Regen- und Schneewolken. Auch in tieferen Lagen darf mit Schnee gerechnet werden. (APA, gpü, DER STANDARD Printausgabe 4/5.1.2003))