Innsbruck - Mit einem Todesopfer hat am Donnerstag ein Lawinenabgang in den Ötztaler Alpen geendet. Wegen starker Windböen und einbrechender Dunkelheit konnte der Tourengeher in den Abendstunden nicht mehr ins Tal geflogen werden, teilte die Gendarmerie mit. Die übrigen Mitglieder der Tourengehergruppe verbrachten die Nacht im Winterraum der derzeit unbewirtschafteten Martin Busch-Hütte in 2.500 Metern Höhe.

Nach ersten Informationen soll sich das Unglück auf einer Tour zur 3.455 Meter hoch gelegenen Kreuzspitze südlich von Vent ereignet haben. Zwei Mitglieder der fünfköpfigen Gruppe sollen von den Schneemassen erfasst worden sein, wobei ein Verschütteter rasch befreit werden konnte.

Die genaue Identität des Opfers war vorerst unklar. In den Vormittagsstunden sollte ein Hubschrauber zu der Berghütte fliegen und die Leiche ins Tal bringen.

Vermisster Niederösterreicher tot aus Lawine geborgen Geborgen werden konnte jetzt die Leiche jenes 43-jährigen Niederösterreichers, der seit dem Silvestertag im Toten Gebirge bei Windischgarsten in Oberösterreich vermisst worden war. Die Leiche lag unter mehr als einem Meter Schnee. Der Mann war bei einer Bergtour von einem Schneebrett erfasst und rund 300 Meter weit mitgerissen worden.

Am Neujahrstag kam es bei einer Suchaktion zu einem dramatischen Zwischenfall. Oberhalb der Rettungsmannschaften löste sich ein weiteres Schneebrett und riss 65 Bergretter etwa 60 Meter weit mit. Die Männer hatten aber Glück, sie kamen weitgehend unverletzt davon und konnten sich alle selbst aus den Schneemassen befreien. Die Suche nach dem Niederösterreicher wurde daraufhin aber abgebrochen.

Am gestrigen Donnerstag machten sich 35 Bergretter und neun Gendarmen erneut zur Suche nach dem Niederösterreicher auf. Am Nachmittag wurde der Tote in der Lawine gefunden und mittels eines Spezialseils geborgen.(APA)