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Zerstörtes Festzelt in Münschen

Foto: Reuters/ ALEXANDRA WINKLER

Ein Graffiti versinkt in den Fluten.

Halle/Wertheim - In den meisten deutschen Hochwassergebieten sind die Wasserstände am Sonntagvormittag weiter zurückgegangen. Kritisch war die Lage nach Auskunft der Behörden aber weiterhin unter anderem in Halle (Sachsen-Anhalt) und Wertheim (Baden-Württemberg).

In Halle an der Saale wurde bei einem Pegelstand von 6,44 Metern mit noch steigender Tendenz die höchste Alarmstufe ausgerufen. Bei der Ortschaft Leubingen im thüringischen Landkreis Sömmerda bestand nach Angaben des Technischen Hilfswerks am Fluss Unstrut weiterhin die Gefahr eines Deichbruchs. Vorläufig war dort die Lage aber stabil.

Rheinlande können sich entspannen

In Wertheim am Main, wo große Teile der Altstadt unter Wasser standen, lag der Pegelstand am Sonntagmorgen zunächst gleich bleibend bei 5,50 Meter und damit deutlich unter dem bisher vorläufigen Höchststand von 6,07 Meter vom Samstagvormittag.

Eine weitere Entspannung der Lage meldeten die Behörden aus dem Rheinland. In Köln lag der Pegelstand gegen 10.00 Uhr bei 9,62 Meter mit sinkender Tendenz. Hier war in der Nacht der Höchststand mit 9,71 verzeichnet worden. Das Hochwasser blieb damit aber unter der kritischen Marke von zehn Meter, bei deren Überschreiten weite Teile der Altstadt überflutet worden wären. Auch in anderen Städten des Mittelrheins gingen die Wasserstände zurück. Tiefer gelegene Ortschaften wie der Kölner Stadtteil Rodenkirchen waren aber weiter von Überflutungen betroffen.

Steigende Wasserstände gab es am Oberrhein bei Karlsruhe, die aber zunächst keine kritischen Werte erreichten. Auch an der Donau in Bayern stieg das Wasser zunächst noch. Die Pegelstände Hochwasser führender Zuflüsse wie der Naab gingen aber überwiegend bereits zurück.

Frankreich und Belgien beenden Warnungen

Auch in Frankreich und Belgien sind die Pegel wieder gesunken. In Westfrankreich konnten die meisten Hochwasserwarnungen wieder aufgehoben werden, wie die Feuerwehr am Samstag berichtete. Die Meteorologen sagten bis Montagabend nur geringe Niederschläge voraus. In Belgien zeichnete sich deutliche Entspannung ab. Die meisten Pegelstände sanken um über 50 Zentimeter, meldete die Nachrichtenagentur Belga. Kronzprinz Philippe zeigte sich bei einem Besuch in der überfluteten Gemeinde Liedekerke "beeindruckt von der Solidarität", sagte Bürgermeister Luc Wynant. (APA)