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Foto: REUTERS/Yiorgos Karahalis

Athen - Die unter Terrorismusverdacht inhaftierte Griechin Ageliki Sotiropoulou, die als bisher einziges angebliches Mitglied weiblichen Geschlechts der zerschlagenen linksextremistischen Untergrundorganisation "17. November" festgenommen worden ist, hat ihren Hungerstreik im Korydallos-Frauengefängnis beendet, wie am Freitag von den Athener Justizbehörden bestätigt wurde. Einige ihrer Forderungen waren auf Anweisung des Staatsanwalts Aristides Fragiadakis erfüllt worden, hieß es.

Am Donnerstag hatte die sozialistische Europaabgeordnete Anna Karamanou in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende des Gleichberechtigungsausschusses des Europaparlaments die Korydallos-Frauenhaftanstalt besucht. Sie informierte sich dabei insbesondere über die Lage der Kinder der Gefängnisinsassinnen. Erst am Dienstag hatten drei gefangene Frauen in der Anstalt Selbstmord begangen.

Die Gruppe "17. November", die sich nach dem Datum der blutigen Niederschlagung des Athener Studentenaufstandes gegen die Militärdiktatur im November 1973 nannte, hatte zahlreiche Terroranschläge verübt. Zu ihren prominentesten Opfern gehörten der CIA-Resident Richard Welsh, der sozialistische Ex-Minister Georgios Petsos und der konservative Parlamentsabgeordnete Pavlos Bakoyannis, Schwiegersohn des ehemaligen Ministerpräsidenten Konstantinos Mitsotakis. Seine Witwe Dora ist neue Bürgermeisterin von Athen.(APA/ANA)