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Washington - Das Eis der Antarktis könnte nach einer neuen Studie amerikanischer Geologen in 7.000 Jahren geschmolzen sein, wenn aktuelle Trends auch in Zukunft andauern. Dieses Szenario würde einen Anstieg der globalen Meeresspiegel um 4,80 Meter bedeuten, erklärte John Stone von der Universität Washington in Seattle in der am Freitag erschienenen Ausgabe der Zeitschrift "Science".

Eis zieht sich jedes Jahr um etwa fünf Zentimeter zurück

Das Eis der Antarktis zieht sich nach Angaben des Geologieprofessors jedes Jahr um etwa fünf Zentimeter zurück. Dieser Prozess sei bereits seit rund 1.000 Jahren zu beobachten. "Unsere Messungen legen einen kontinuierlichen Schmelzprozess nahe", erklärte der Geologieprofessor. "Dabei können wir kurzfristige plötzliche Schwankungen aber nicht ausschließen." Eine plötzliche Verstärkung der Schmelze würde Inseln und Küstenregionen bedrohen.

Schmelzprozess lasse sich nicht stoppen

Seine Studie gebe keinen Aufschluss über mögliche Einflüsse der globalen Erwärmung, sagte Stone. Die Messungen in der Antarktis deuteten vielmehr auf einen natürlichen Zyklus des Aufbaus und der Schmelze hin, der sich periodisch über Millionen von Jahren erstrecke. Der jetzige Schmelzprozess lasse sich somit nicht stoppen. Wohl aber sei es möglich, dass sich die Eisschmelze aufgrund von Einflüssen aus der Lebensweise der Menschheit beschleunige. (APA/AP)