Bild nicht mehr verfügbar.

Grafik: Archiv

Die unauthorisierte Verwendung des BT-Logos in einem Computerspiel hat den britischen Telekom-Konzern British Telecom gar nicht erfreut. Sony, Hersteller des für die Playstation 2 produzierten Spieles "The Getaway", hat das im Spiel auf einem Van auftauchende Logo nun entfernt. Zukünftige Pressungen des bislang nur in Europa erhältlichen Titels werden in der modifizierten Version ausgeliefert. Schon in den Regalen befindliche Packungen werden aber nicht zurückgeholt. Mit dieser Abmachung scheinen beide Seiten zufrieden zu sein.

Gewalttätig

Spieler übernehmen bei "The Getaway" die Rolle von Mark Hammond, dessen Sohn von einem Gangsterboss entführt wurde. Um das Leben seines Sohnes zu retten, muss der Vater nun auf Geheiß des Verbrechers diverse Gewalttaten begehen. In einer Episode muss der bewaffnete Hammond einen Van stehlen und damit eine Polizeistation überfallen, um eine andere Figur zu befreien. Auf diesem Van war bislang das BT-Logo zu sehen, auch in für andere Länder lokalisierten Versionen. Der Konzern bangte Meldungen zu Folge um die Sicherheit seiner Mitarbeiter, da reale Nachahmungstäter befürchtet wurden. Das Spiel ist vor allem für die detailreiche Darstellung des Schauplatzes, der Londoner Innenstadt, bekannt und wurde allein in Großbritannien seit dem Launch am 11. Dezember über 250.000 mal verkauft.

Problematisch

Mike Bartlet von der Pressestelle der British Telecom sagte im Telefonat mit pressetext.austria: "Für uns war das problematisch. Wir haben Sony kontaktiert und sie haben schnell reagiert. Das ist eigentlich die ganze Geschichte. Das Logo wurde ohne Genehmigung genutzt und war ein unwichtiges Element in dem Spiel."

Interessanter?

Nick Sharples von Sony Computer Entertainment Europe erzählte, man habe mit BT diskutiert und sich bald geeinigt. Auf die Frage, ob die erfolgte "Zensur" nicht zu einer Wertsteigerung bei den schon ausgelieferten Pressungen führen würde, antwortete Sharples: "An diese Möglichkeit habe ich noch gar nicht gedacht. Es ist eher unwahrscheinlich, da sich die Leute Spiele zum spielen kaufen, aber es ist möglich." (pte)