Bild nicht mehr verfügbar.

Grafik: Archiv

In Italien will eine Gruppe Parlamentarier eine Offensive gegen den Verkauf von Videospielen starten, in denen Mafiosi als Helden dargestellt werden. Mindestens sechs "Games" seien legal in Italien im Umlauf, in denen die Spieler die Rolle der "Paten" übernehmen können, die vor der Polizei flüchten müssen. Weitere Videospiele dieser Art seien illegal zu kaufen, bemängelte Antonio Gentile, Mitglied der Antimafia-Kommission in der römischen Abgeordnetenkammer.

Kauf

"Diese Videospiele sind voller Gewalt und krimineller Aktionen mit Schießereien und Verfolgungen. Solche Spiele kann man sogar in Zeitungskiosken kaufen. Die Gefahr ist, dass Kinder und Jugendliche die Mafia nicht mehr als kriminelles Phänomen, sondern als Normalität betrachten", sagte Gentile, der die Beschlagnahmung verlangte.

Mafiös

Für helle Entrüstung sorgte in Italien kürzlich ein Mafia-Videospiel aus den USA, in dem Morde, Einschüchterungs- und Racheaktionen der Inhalt sind. In "Mafia, the city of lost heaven" wird ein junger Taxifahrer in eine Reihe von Morden verwickelt und muss sich im Chicago der dreißiger Jahre vor einer Mafia-Bande retten.

Boykott

Das Videospiel, das in den vergangenen Monaten in großer Zahl nach Italien importiert wurde, löste die Entrüstung der Konsumentenschutzverbänden aus, die zu einem Boykott des Herstellers "Rockstar" aufriefen. Das Spiel stelle eine Gefahr für Kinder und Jugendliche dar. Die Mafia, die in Italien für tausende Morde verantwortlich sei, dürfe nicht als Unterhaltung betrachtet werden. (APA)