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Jean-Christophe Mitterrand

Foto: APA/AFPI/Guez

Paris - Die Ermittlungen gegen Jean-Christophe Mitterrand wegen der mutmaßlichen Verwicklung in illegale Waffengeschäfte mit Angola sind ausgeweitet worden, wie ein Justizsprecher am Freitag mitteilte. Ein neues Verfahren soll klären, ob sich der älteste Sohn des früheren französischen Staatspräsidenten Francois Mitterrand Reisen im Wert von 45.000 Euro von dem Geschäftsmann Pierre Falcone spendieren ließ.

Die neuen Ermittlungen seien am 23. Dezember aufgenommen worden, es gehe dabei um die Annahme unterschlagener öffentlicher Mittel, sagte der Sprecher. Mitterrand saß vor zwei Jahren bereits drei Wochen in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen wegen Geldwäsche im Zusammenhang mit Waffenlieferungen der früheren Sowjetunion an Angola in den 90er Jahren sind noch nicht abgeschlossen. Mitterrand war von 1986 bis 1992 Afrika-Berater seines Vaters.

Bisher hat er alle Vorwürfe abgestritten. Im Mittelpunkt der Affäre steht die französische Firma Brenco International, deren Vorsitzender Falcone war. Insgesamt soll Mitterrand von Falcone von 1993 bis 1998 rund 1,8 Millionen Euro Kommission für Waffengeschäfte erhalten haben. (APA/AP)