Der Callcenterbetreiber European Callcentre LTD, der gewerblichen Kunden Telefonservices wie Hotlines, Gewinnspiele oder Flirtlines bereitstellt, will sich im heurigen Jahr gegen den Missbrauch von Telefon-Mehrwertnummern stark machen. "Die gesetzeswidrigen Inserate in Boulevardmedien nehmen stark zu", sagt Wolfgang Pöltl von European Callcentre. "Und obwohl wir nichts damit zu tun haben, wird unsere Hotline von geschädigten Personen förmlich bombardiert."

Nummern

Laut Pöltl handelt es sich dabei vor allem um Mehrwertnummern mit der Vorwahl (0)930, bei denen es zu falschen Tarifangaben komme und schlussendlich zwischen 0,68 und 3,63 Euro pro Minute verrechnet werde - abgesehen davon, dass das inserierende weibliche Wesen oftmals gar nicht telefonisch kontaktiert werden kann, weil der Anrufer in endlosen Warteschleifen hängt.

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Pöltl hat namens des European Callcentre bei der Staatsanwaltschaft Anzeige gegen unbekannt erstattet und außerdem die Telekom Austria wegen Herausgabe der Betreiberdaten geklagt. In den letzten zwei Jahren habe er 16.000 Inserate mit falschen Tarifangaben gesammelt, sagt Pöltl. (ruz/DER STANDARD Printausgabe, 3.1.2003)