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Es gab Jahre, in denen Fondsmanager als Stars gefeiert wurden und ihnen nahezu magische Kräfte in der Geldvermehrung zugesprochen wurden. Nach drei Verlustjahren auf den internationalen Aktienmärkten sind Fondsmanager aus dem Rampenlicht gerückt worden. Doch auch in schwierigen Zeiten sollten gute Leistungen ausgezeichnet werden - wie beispielsweise die Morningstar Fondsmanager des Jahres in den USA.

In den 90er Jahren konnten sich Anleger der Magie der Aktienmärkte nicht entziehen und folgten der Versuchung. Zu oft ohne Vorkenntnisse und mit unrealistischen Erwartungen. Heute ist alles anders. Ernüchterung hat sich breit gemacht.

Doch es gibt auch Fondsmanager, die durch gewissenhafte Analyse die größten Katastrophen wie WorldCom, Enron u. a. vermeiden konnten. Um zu den besten Fondsmanagern gewählt zu werden, sind zwei Voraussetzungen zu erfüllen: gute Performance im vergangenen Jahr und ein langfristig ausgezeichneter Track Record.

3 Kategorien für "2002 Fund Manager of the Year"

Die Analysten von Morningstar haben Fondsmanager in drei Kategorien die begeherte Auszeichnung "Fund Manager of the Year" verliehen. Die Kriterien sind eine Kombinatin aus kurzfristiger Performance im Jahr 2002, dem längerfristigen Track Record sowie einer qualitativen Beurteilung der Konsistenz der Performanceentwicklung. Zumindest werden die Ergebnisse der Wahl mit diesen drei Kriterien gerechtfertigt.

Fonds nur für US Anleger bestimmt - Julius Bär mit eigenen Fonds in Europa - mit Zulassung in Österreich

Die folgenden Fondsinformationen beziehen sich auf Fonds, die nur in den USA angeboten werden. In einigen Fällen gibt es auch speziell für Europa konzipierte Fonds, die von diesen Fondsmanagern verwaltet werden und auch in Österreich zum Vertrieb zugelassen sind. Nur in Österreich zum Vertrieb zugelassene Fonds sollten von österreichischen Anlegern gekauft werden. Auskünfte darüber geben Ihnen Bank- und Vermögensberater. Die Fondsbezeichnungen in Klammer sind die jeweiligen US Börsenkürzel der Fonds.

Julius Bär bietet in Europa Fonds nach luxemburgischen Recht an, die von den Fondsmanagern des Jahres 2002 verwaltet werden.

US Aktien: Fidelity Low-Priced Stock (FLPSX)

Joel Tillinghast hatte es sowohl in guten als auch in schlechten Börsenzeiten geschafft, USD 15 Mrd. erfolgreich in Small Caps zu investieren und die Konkurrenz zu übertreffen. Um dies zu erreichen, mußte Tillinghast in einer größeren Anzahl von Aktien investieren als dies Fondsmanager kleiner Fonds müssen. Aktien von nahezu 900 (!) Unternehmen befinden sich im Portfolio und die Analysten von Morningstar behaupten, Tillinghast kenne alle davon gut. Dies wurde im Gespräch mit Tillinghast getestet und man von der Detailkenntnis beeindruckt.

Obwohl der Fonds im Jahr 2002 mit -6,2 % eine negative Performance erzielte, wurde Tillinghast zum Fund Manager of the Year gewählt. Der langfristige Ertrag liegt sowohl absolut als auch relativ zur Benchmark (Russell 2000) im Spitzenfeld. USD 10.000 am 1.1.1993 investiert sind Ende 2002 mehr als USD 37.000 wert. Sogar eine Veranlagung von USD 10.000 am 1.1.1998 sind bis heute auf USD 15.528 gewachsen - gegenüber einem Wachstum des Russell 2000 Index auf vergleichbare USD 9.890 eine deutliche Outperformance. In den vergangenen Jahren hatte Tillinghast nie mit den absoluten Top-Renditen geglänzt. Dafür wurden sehr verlässlich gute Ergebnisse erzielt. Nach Angaben der Morningstar Analysten war es höchste Zeit, einen der besten Fondsmanager des Landes mit dem Auszeichnung zum Fondsmanager des Jahres entsprechend zu würdigen.

Anleihen: Management Team des Dodge & Cox Income Fund (DODIX)

Verläßliche Performance erzielten auch die "Fund Manager of the Year" in der Kategorie Anleihen. Der Dodge & Cox Income Fund übertraf die Ergebnisse der Konkurrenz in jedem der letzten 10 Jahre. Dies erreichte kein anderes Fondsmanagement-Team. Das Erfolgsrezept ist detaillierte Analyse der einzelnen Emissionen im Segment der Untenrehmensanleihen. Schon geringe Zusatzerträge von wenigen Basispunkten in einzelnen Titeln ergeben insgesamt die von Anlegern geforderte Outperformance.

Beeindruckt wurden die Analysten auch durch eine clevere Vermeidung von Katastrophen-Investments in Unternehmen wie Enron. Trotzdem wurde im Vergleich zur Konkurrenz ein überdurchschnittlicher Anteil an Unternehmensanleihen im Portfolio gehalten. Nachdem viele Anleihenmanager aus der Furcht vor dem nächsten Enron-Desaster aus Unternehmensanleihen geflüchtet waren, gab es dadurch attraktive Investmentchancen. Die Performance von 10,2 % im Jahr 2002 ist der beste Beweis dafür. Auch über 5 und 10 Jahre liegt das Fondsmanagement-Team im Bereich der besten 10 Prozent in ihrer Vergleichsgruppe.

Mit einem geringen Portfolioumschlag und einem Festhalten an der bewährten Investmentstrategie eignet sich dieser Fonds für langfristige US Anleiheninvestoren.

Internationale Aktien: Julius Bär International Equity (BJBIX) Richard Pell, CIO von Julius Bär in New York und Rudolph-Riad Younes als Fondsmanager, wurden in der Kategorie "Internationale Aktien", d. h. Aktien ausßerhalb der USA ausgezeichnet. Auch diese Fondsmanger haben es in der Vergangenheit geschafft, konsistent gute Performance zu erzielen.

Auf der Basis einer Top-Down Bewertung von Sektoren und Ländern wird das Portfolio zusammengesetzt. Zusätzlich werden die Aktien des Investmentuniversums detailliert analysiert. Sowohl in Growth- als auch in Value-Phasen der internationalen Aktienmärkte setzten sich diese beiden Manager gegen die Konkurrenz durch. Seit Übernahme der Verantwortung für das Fondsmanagement im Jahr 1995 wurde die Konkurrenz geschlagen. Im Jahr 2002 lag der Fonds mit rund -4 % in den besten 5 % der Kategorie internationaler Aktienfonds. Noch beeindruckender ist jedoch der 10 %-ige jährliche Ertrag über 5 Jahre. Damit liegen die Fondsmanager in der absoluten Spitzengruppe.

Julius Bär Fondsmanger des Jahres: auch 2 Fonds mit Zulassung in Österreich

Seit einigen Monaten ist mit dem "Global Opportunities Stock Fund" ein Fond von Julius Bär auch für österreichische Anleger verfügbar. Dieser Fonds ist ein Fonds nach luxemburgischen Recht und verfolgt denselben Investmentansatz wie der oben beschriebene "International Equity Fund". Der einzige Unterschied besteht darin, daß hier auch US Aktien mit einem entsprechenden Prozentsatz vertreten sind. Brett Gallagher managt diesen US Anteil.

Rudolph-Riad Younes managt zudem noch en den "Global Infotech Stock Fund" von Julius Bär, der ebenfalls ein Fonds nach luxemburgischen Recht ist und auch in Österreich zum Vertrieb zugelassen ist. Dieser Fonds ist bereits seit längerem auf dem Markt und auch bei österreichischen Dachfondsmanagern bekannt. Insgesamt EUR 5,5 Mio hatten österreichische Publikums-Dachfondsmanager per Ende Juni letzten Jahres in diesem Fonds investiert (Quelle für die Volumensdaten: e-fundresearch.com Dachfondsstudie August 2002).